DIN 18041 im Kindergarten: Anforderungen an die Raumakustik in Kita-Gruppenräumen

Die DIN 18041 legt fest, welche raumakustischen Anforderungen für Kita-Gruppenräume gelten. Erfahren Sie, wie sich Soll-Nachhallzeiten für A3 und A4 bestimmen lassen, welche Rolle Sprachverständlichkeit und Inklusion spielen und wie Messung, Planung sowie passende Absorber zu einer normgerechten Raumakustik beitragen.

Akustikwerke Akustikbild zur Verbesserung der Raumakustik – dekorativer Schallabsorber für Wohnraum und Büro
Björn Federspiel - Diplom Ing. (FH)
Akustikwerke GmbH
DIN 18041 im Kindergarten: Anforderungen an die Raumakustik in Kita-Gruppenräumen

Spielen, sprechen und singen alle Kinder gleichzeitig, wird es in einem Gruppenraum schnell laut. Ob der Raum dabei angenehm oder belastend klingt, hängt vor allem von seiner Akustik ab. Den fachlichen Maßstab liefert die DIN 18041. Sie ordnet Gruppenräume in Kindertageseinrichtungen der Raumgruppe A zu, genauer der Nutzungsart A3 („Unterricht/Kommunikation“). Steigt der Anspruch an die Sprachverständlichkeit, etwa bei Inklusion und Sprachförderung, gilt für dieselben Räume die Nutzungsart A4 („Unterricht/Kommunikation inklusiv“). In diesem Beitrag erfahren Sie, welche Anforderungen die DIN 18041 an Kita-Gruppenräume stellt, wie Sie die Soll-Nachhallzeit berechnen und wie Sie die Normkonformität nachweisen. Außerdem zeigen wir, mit welchen Lösungen sich Räume gezielt akustisch verbessern lassen. Weitere Grundlagen finden Sie in unserem Bereich Raumakustik.

Normgerechte Kita-Akustik: Das sollten Sie wissen

  • Ordnen Sie Gruppenräume der Nutzungsart A3 zu. Legen Sie A4 zugrunde, sobald Kinder mit Hörbeeinträchtigung oder anderer Erstsprache im Raum lernen oder künftig lernen könnten. A4 gilt für Räume bis 500 m³.
  • Berechnen Sie die Soll-Nachhallzeit aus dem Raumvolumen: A3 mit T_soll = (0,32 × lg V − 0,17) s, A4 mit T_soll = (0,26 × lg V − 0,14) s, jeweils bezogen auf den zu mindestens 80 % besetzten Raum. Bei 150 m³ ergeben sich etwa 0,53 s (A3) beziehungsweise 0,43 s (A4).
  • Stellen Sie sicher, dass jedes Oktavband von 250 bis 2000 Hz zwischen 80 und 120 % des Sollwerts liegt. Beachten Sie die weiteren Toleranzen bei 125 Hz (65 bis 145 %) und bei 4000 Hz (65 bis 120 %). Achten Sie außerdem auf einen gleichmäßigen Schallabsorptionsgrad über das gesamte Frequenzspektrum.
  • Berücksichtigen Sie neben der Nachhallzeit auch Störschall und Hintergrundgeräusche. Die DIN 18041 empfiehlt je nach Nutzungsart 30 bis 40 dB(A). Die ASR A3.7 nennt für Gruppenräume 35 dB(A) als empfohlenen Höchstwert für LpAeq.
  • Nutzen Sie die Berechnung in der Planungsphase zur Dimensionierung. Zur Abnahme lassen Sie nach DIN EN ISO 3382-2 messen, besonders wenn ein Landesstandard dies fordert.
  • Trennen Sie Raumakustik (DIN 18041) und Schallschutz zwischen Räumen (DIN 4109) klar voneinander. Ein ruhiger Nachbarraum garantiert keine gute Akustik im eigenen Gruppenraum.
  • Setzen Sie auf raumspezifisch geplante, robuste Absorber an Decke und Wand aus nachhaltigen, allergikerfreundlichen Materialien. Pauschale Einheitslösungen werden den Räumen selten gerecht.

Warum Kindergärten akustisch besondere Ansprüche stellen

Ein Kindergarten ist kein Büro und kein Klassenzimmer. Kleine Kinder bewegen sich, rufen und lachen, oft über Stunden im selben Raum. Gleichzeitig lernen sie dort Sprache, und die pädagogischen Fachkräfte müssen sich verständlich machen. Raumakustik beschreibt, wie sich Schall in einem Raum ausbreitet, zurückgeworfen wird und abklingt. Stimmt sie, erleichtert sie den Alltag. Zwei Aspekte sind dabei besonders wichtig.

Lärmbelastung für Kinder und pädagogische Fachkräfte

Messungen in Kindertagesstätten ergeben teilweise Lärmpegel deutlich über 80 dB(A), manchmal sogar Pegelbereiche von 85 dB(A), die als schädigend gelten. Nach Angaben der DGUV wird dieser Wert im Tagesmittel allerdings selten oder gar nicht überschritten. Auch unterhalb solcher Schwellen kann ein dauerhaft hoher Geräuschpegel Kinder und Fachkräfte anstrengen. Hier setzt die Raumakustik an. Klingt der Schall im Raum weniger nach, sinkt der Gesamtpegel, und der Gruppenalltag wird ruhiger erlebt.

Sprachverständlichkeit als Basis für Sprachförderung und Inklusion

Kinder lernen Sprache, indem sie zuhören. Das gelingt nur, wenn Wörter klar ankommen und nicht im Nachhall verschwimmen. Besonders wichtig ist das für Kinder mit Hörbeeinträchtigung oder mit einer anderen Erstsprache. Für sie sieht die DIN 18041 die Nutzungsart A4 vor. A4 gilt bereits, wenn ein solches Kind im Raum lernt. In Räumen, in denen Kinder mit eingeschränktem Hörvermögen an der Sprachkommunikation teilnehmen, sollen niedrigere Nachhallzeiten bis zu 0,4 s eingehalten werden. Gute Akustik bildet damit die Grundlage für Sprachförderung und Teilhabe.

Was die DIN 18041 regelt und wo sie gilt

Die DIN 18041 trägt den Titel „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“. Die aktuelle Fassung stammt von 2016-03. Hörsamkeit bezeichnet die akustische Eignung eines Raumes für Sprache und Musik. Die Norm beschreibt, wie ein Raum ausgelegt sein sollte, damit Sprache gut verstanden wird. Planende und Träger sollten wissen, in welchem Rahmen die Norm gilt und was sie nicht regelt. Weitere Erläuterungen zu den physikalischen Zusammenhängen finden Sie in unseren Grundlagen der Raumakustik.

Geltungsbereich und Raumgruppen der Norm

Die Norm gilt für Räume mit einem Raumvolumen bis etwa 5.000 m³, für Sport- und Schwimmhallen bis 30.000 m³. Ausgenommen sind Räume mit speziellen Anforderungen wie Theater, Konzertsäle, Kinos, Sakralräume, Tonstudios oder Regieräume sowie Wohnräume. Kindertageseinrichtungen fallen klar in den Anwendungsbereich. Die DIN 18041 unterscheidet zwei Raumgruppen. Gruppe A umfasst Räume, in denen über mittlere und größere Entfernungen kommuniziert wird, etwa Unterrichts-, Vortrags- oder Musikräume. Dort gelten Soll-Nachhallzeiten in Abhängigkeit vom Raumvolumen. Gruppe B umfasst Räume mit Kommunikation über kurze Distanz, wie Büros oder Flure. Hier arbeitet die Norm mit Orientierungswerten für das Verhältnis von Absorptionsfläche zu Raumvolumen und schreibt keine festen Nachhallzeit-Sollwerte vor. Beide Gruppen sind für die Planung in jeweils fünf Nutzungsarten unterteilt.

Abgrenzung zur DIN 4109 und zur ASR A3.7

Raumakustik und Schallschutz werden häufig verwechselt. Die DIN 4109 regelt als Bauakustik den Schallschutz zwischen Räumen: Wie viel Lärm dringt von einem Raum in den nächsten? Die DIN 18041 beschreibt dagegen die Akustik innerhalb eines Raumes, die sogenannte Hörsamkeit. Anders gesagt: Die DIN 4109 betrifft die Gebäudestruktur, die DIN 18041 die Raumausstattung. Wenn Sie den Nachbarraum nicht hören, sagt das noch nichts darüber aus, wie es im eigenen Gruppenraum klingt. Die ASR A3.7 regelt die Kita als Arbeitsstätte verbindlich. Für Bildungseinrichtungen übernimmt sie den Sollwert der Raumgruppe A3 aus der DIN 18041. Beide Regelwerke greifen ineinander, sodass sich die Anforderungen für Gruppenräume gemeinsam betrachten lassen.

Einstufung von Kita-Gruppenräumen: Nutzungsart A3 und A4

Gruppenräume und Räume für Sprachförderung gehören zur Raumgruppe A3, bei erhöhtem Anspruch zu A4. Als typischer A3-Raum wird ausdrücklich der „Gruppenraum in Kita und Senioreneinrichtung“ genannt. Die strengere Nutzungsart A4 gilt bereits, wenn ein Kind mit Hörbeeinträchtigung oder anderer Erstsprache im Raum lernt. Sie ist auf Räume bis 500 m³ begrenzt. Für Sie als Träger oder Leitung heißt das: Prüfen Sie bei der Planung, ob Kinder mit Inklusions- oder Sprachförderbedarf die Gruppe besuchen oder künftig besuchen könnten. Trifft das zu, ist A4 der passende Maßstab.

Richtwerte für Nachhallzeit im Kindergarten

Die Nachhallzeit bezeichnet die Zeit, in der der Schallpegel nach dem Abschalten einer Schallquelle um 60 dB abfällt. Die Soll-Nachhallzeit wird aus dem Raumvolumen berechnet, einen festen Tabellenwert gibt es nicht. Für Gruppenräume liegen die Werte der DIN 18041 je nach Volumen etwa zwischen 0,4 und 0,55 Sekunden. Ein Gruppenraum mit 150 m³ kommt auf 0,53 Sekunden in Raumgruppe A3 und auf 0,43 Sekunden in A4. Die Werte gelten für den besetzten Zustand, der eine Regelbesetzung von mindestens 80 % voraussetzt. Die Umrechnung zwischen unbesetztem und besetztem Zustand soll nach Anhang A der DIN 18041 erfolgen. Wie die Berechnung funktioniert, zeigen die folgenden Abschnitte.

Soll-Nachhallzeit berechnen: Formeln für A3 und A4

Nutzungsart A3 (Unterricht mit Personen ohne Bedürfnis nach erhöhter Sprachverständlichkeit): T_soll = (0,32 × lg V/m³ − 0,17) s. In Kindertageseinrichtungen gilt die Formel im besetzten Zustand für Raumvolumina zwischen 30 m³ und 1000 m³.

Nutzungsart A4 (Unterricht/Kommunikation inklusiv): T_soll = (0,26 × lg V/m³ − 0,14) s.

V steht jeweils für das Raumvolumen in m³. Die Soll-Nachhallzeit bezieht sich auf die Oktavbänder von 250 Hz bis 2000 Hz.

Die Nutzungsart A4 gilt für Räume von 30 bis 500 m³ und ist auf den zu 80 % besetzten Raum bezogen.

Rechenbeispiel für einen typischen Gruppenraum

Nehmen wir einen Gruppenraum mit 6 m Länge, 7 m Breite und 3 m Höhe. Das Raumvolumen beträgt 126 m³, der Zehnerlogarithmus liegt bei etwa 2,1. Für A3 ergibt sich daraus eine Soll-Nachhallzeit von rund 0,5 Sekunden. Wird derselbe Raum inklusiv genutzt (A4), liegt der Sollwert bei etwa 0,4 Sekunden. Der Unterschied wirkt klein. In der Praxis muss für A4 aber deutlich mehr Absorptionsfläche eingeplant werden, weil der Zielwert niedriger liegt. Die Rechnung zeigt außerdem, warum es keine Einheitslösung gibt: Jeder Raum hat sein eigenes Volumen und damit seinen eigenen Zielwert.

Toleranzbereiche in den Oktavbändern

Die Nachhallzeit muss nicht auf die Hundertstelsekunde genau getroffen werden. Zwischen 250 und 2000 Hz darf sie zwischen 80 und 120 Prozent des Sollwerts liegen. Bei 0,5 Sekunden Sollwert wäre das ein Bereich von 0,4 bis 0,6 Sekunden. Bei 125 Hz ist das Band weiter und reicht von 65 bis 145 Prozent. Bei 4000 Hz geht es nach unten bis 65 Prozent, nach oben bleibt es bei 120 Prozent. Wichtig ist: Ein Raum erfüllt die Norm erst, wenn jedes Oktavband innerhalb des Toleranzbands liegt. Eine gute Raumakustik hängt deshalb nicht allein von der Menge an Absorbermaterial ab. Entscheidend ist, dass der Schallabsorptionsgrad der eingesetzten Flächen über das gesamte Frequenzspektrum gleichmäßig wirkt.

Weitere akustische Anforderungen: Störschall und Hintergrundgeräusche

Die Nachhallzeit zeigt nur einen Teil des Gesamtbilds. Die DIN 18041 empfiehlt außerdem, den Störschallpegel bauseitiger Geräusche, also Lärm aus Haustechnik, Nachbarräumen und von außen, je nach Nutzungsart auf 30 bis 40 dB(A) zu begrenzen. Für Hintergrundgeräusche verweist das DGUV-Portal „Sichere Kita“ auf die ASR A3.7. Für Räume wie Gruppenraum oder Klassenraum nennt sie einen empfohlenen Höchstwert des A-bewerteten äquivalenten Dauerschallpegels LpAeq von 35 dB(A), verknüpft mit einem maximalen Beurteilungspegel von 55 dB(A). Wer einen Gruppenraum plant oder saniert, sollte diese Werte von Beginn an mitdenken.

Nachhallzeit messen und die Normkonformität nachweisen

Ob ein Raum die Anforderungen erfüllt, lässt sich rechnerisch ermitteln und messtechnisch belegen. Je nach Projektphase und Anforderung hat jeder der beiden Wege seinen Platz. Eine professionelle Akustikmessung schafft dabei eine objektive Grundlage für die Bewertung der bestehenden Raumakustik.

Akustikwerke Dodekaeder Mikrofon für Messung

Messverfahren nach DIN EN ISO 3382-2

Gemessen wird nach DIN EN ISO 3382-2 („Nachhallzeit in gewöhnlichen Räumen“). Die Norm kennt zwei Verfahren. Beim abgeschalteten Rauschen regt ein Lautsprecher den Raum mit einem Rauschsignal an, danach wird das Abklingen nach dem Abschalten ausgewertet. Das zweite Verfahren ist die integrierte Impulsantwort. Ausgewertet werden die Kenngrößen T20 und T30 in Oktav- oder Terzbändern. Je nach Genauigkeitsstufe (Kurz-, Standard- oder Präzisionsmessung) unterscheidet sich vor allem die Zahl der Mikrofon- und Lautsprecherpositionen im Raum.

Berechnung in der Planung und Messung zur Abnahme

In der Planungsphase lässt sich die zu erwartende Nachhallzeit berechnen, bevor ein Raum gebaut oder saniert wird. Für Planung und Nachweis kann auch eine Berechnung nach DIN EN 12354-6 genügen. Eine Messung nach DIN EN ISO 3382-2 ist für die Abnahme sinnvoll und dort nötig, wo ein Landesstandard sie fordert. So haben Sie in beiden Phasen Sicherheit: Die Berechnung liefert eine belastbare Grundlage für die Dimensionierung, und die Messung bestätigt das Ergebnis im fertigen Raum.

Akustiklösungen für Gruppen- und Bildungsräume

Um die Soll-Nachhallzeit zu erreichen, braucht ein Gruppenraum ausreichend wirksame Absorptionsfläche. Sie muss zum Raum, zur Nutzung und zur Architektur passen. In Kitas kommen weitere Anforderungen hinzu: Die Elemente müssen im Alltag bestehen, die Materialien sorgfältig gewählt sein, und die Lösung soll sich akustisch wie gestalterisch stimmig in den Raum einfügen.

Robuste Absorber für Decke und Wand

Schallabsorber an Decke und Wand senken die Nachhallzeit am wirksamsten. Wir fertigen unsere Absorber in der eigenen Manufaktur in Köln. Als absorbierenden Kern verwenden wir Naturholzfaser-Dämmung. Damit erreichen unsere Schallabsorber die Absorberklasse A, die auf dem bewerteten Schallabsorptionsgrad beruht. Präzise Verarbeitung und hochwertige Stoffe sorgen dafür, dass sie auch im lebhaften Kita-Alltag lange halten. Die Elemente lassen sich als Deckensegel, Deckenabsorber oder Wandabsorber ausführen und werden fachgerecht auf den Raum dimensioniert.

Nachhaltige Materialien aus der Manufaktur

In Räumen für Kinder zählt die bewusste Materialauswahl. Wir setzen auf Naturfasern, Naturholz sowie natürliche und nachwachsende Rohstoffe. Die Materialien sind hochwertig, recycelbar, umweltverträglich und allergikerfreundlich. Auf lösungsmittelhaltige Klebstoffe und auf Materialien, die die Raumluftqualität beeinträchtigen können, verzichten wir. Deshalb eignen sich unsere Lösungen für sensible Innenräume wie Kindergärten und Bildungsräume.

Gezielte Planung statt Einheitslösung

Kein Gruppenraum gleicht dem anderen. Raumvolumen, Nutzungsart, Möblierung und Deckenhöhe unterscheiden sich, ebenso die Frage, ob A3 oder A4 als Maßstab gilt. Eine pauschale Lösung wird diesen Unterschieden selten gerecht. Wir planen deshalb projektspezifisch: Wir berechnen die erforderliche Absorption, dimensionieren die Elemente fachgerecht und stimmen Position, Form und Oberfläche auf die Architektur ab. So entstehen maßgeschneiderte Lösungen, die akustisch wirken und gestalterisch überzeugen. Wandseitige Absorptionsflächen können dabei beispielsweise auch als Akustikbilder in die Raumgestaltung integriert werden.

Akustikwerke als Partner für Planung, Messung und Umsetzung

Akustikwerke ist Ingenieurbüro und Manufaktur zugleich. Für Ihr Projekt bedeutet das: Beratung, Berechnung, Messung und Fertigung liegen in einer Hand. Wir klären gemeinsam mit Ihnen, welche Anforderungen der DIN 18041 für Ihre Räume gelten, berechnen die Soll-Nachhallzeit und entwickeln ein passendes Konzept. Auf Wunsch messen wir den Raum und begleiten Ihr Projekt bis zur Montage. So erhalten Sie persönliche Beratung und eine Lösung, die akustisch wirksam ist und sich in die Architektur Ihrer Einrichtung einfügt. Einen Überblick über den gesamten Ablauf finden Sie unter unseren Leistungen.

Fazit: Normgerechte Raumakustik für gutes Lernen und Arbeiten in der Kita

Die DIN 18041 gibt Trägern, Leitungen und Planenden im Kindergarten einen klaren Rahmen. Gruppenräume werden der Nutzungsart A3 zugeordnet, bei inklusiver Nutzung der Nutzungsart A4. Die Soll-Nachhallzeit ergibt sich aus dem Raumvolumen und muss in den Oktavbändern innerhalb der Toleranz liegen. Ergänzend sind Störschall und Hintergrundgeräusche zu beachten. Mit sorgfältiger Berechnung, passender Dimensionierung und einer Messung zur Abnahme erreichen Sie normgerechte Räume, in denen Kinder gut verstanden werden und Fachkräfte entspannter arbeiten. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Ihre Gruppenräume planen, sanieren oder akustisch verbessern möchten. Wir unterstützen Sie von der ersten Berechnung bis zur Montage. Beispiele für bereits umgesetzte Akustikkonzepte finden Sie in unseren Referenzprojekten. Zusammenfassung: Kita-Gruppenräume gehören nach DIN 18041 zur Nutzungsart A3, bei inklusiver Nutzung zu A4. Die Soll-Nachhallzeit folgt aus dem Raumvolumen und muss in allen relevanten Oktavbändern innerhalb der Toleranz liegen.

Häufig gestellte Fragen

Welcher Nutzungsart ordnet die DIN 18041 Gruppenräume in Kindertageseinrichtungen zu?

Die DIN 18041 ordnet Gruppenräume in Kindertageseinrichtungen der Raumgruppe A zu, genauer der Nutzungsart A3 („Unterricht/Kommunikation“). Als typischer A3-Raum wird ausdrücklich der „Gruppenraum in Kita und Senioreneinrichtung“ genannt.

Wann gilt für einen Kita-Gruppenraum die Nutzungsart A4 statt A3?

Für dieselben Räume gilt die Nutzungsart A4 („Unterricht/Kommunikation inklusiv“), und zwar bereits dann, wenn ein Kind mit entsprechendem Bedarf im Raum lernt. A4 gilt für Räume von 30 bis 500 m³. Für diese Räume sollen niedrigere Nachhallzeiten bis zu 0,4 s eingehalten werden.

Welche Soll-Nachhallzeit sollte ich für einen Gruppenraum mit 126 m³ ansetzen?

Bei einem Gruppenraum mit 126 m³ (6 m × 7 m × 3 m) ergibt sich für A3 eine Soll-Nachhallzeit von rund 0,5 Sekunden. Gilt die Nutzungsart A4, liegt der Sollwert bei etwa 0,4 Sekunden.

Wie berechne ich die Soll-Nachhallzeit für A3 und A4 in einer Kita?

Die Soll-Nachhallzeit berechnen Sie mit diesen Formeln, jeweils bezogen auf den zu mindestens 80 % besetzten Raum: A3: T_soll = (0,32 × lg V − 0,17) s. A4: T_soll = (0,26 × lg V − 0,14) s. In Kindertageseinrichtungen gilt die Formel im besetzten Zustand für Raumvolumina zwischen 30 m³ und 1000 m³. Die Soll-Nachhallzeit bezieht sich auf die Oktavbänder von 250 Hz bis 2000 Hz. Die Nutzungsart A4 gilt für Räume von 30 bis 500 m³.

Welche Toleranzbereiche gelten für die Nachhallzeit in den einzelnen Oktavbändern?

Jedes Oktavband von 250 bis 2000 Hz muss zwischen 80 und 120 % des Sollwerts liegen. Bei 0,5 Sekunden Sollwert wäre das ein Bereich von 0,4 bis 0,6 Sekunden. Bei 125 Hz ist das Band weiter und reicht von 65 bis 145 %. Bei 4000 Hz geht es nach unten bis 65 %, nach oben bleibt es bei 120 %.

Welcher Höchstwert für Hintergrundgeräusche wird für Kita-Gruppenräume empfohlen?

Die ASR A3.7 nennt für Gruppenräume einen empfohlenen Höchstwert des A-bewerteten äquivalenten Dauerschallpegels LpAeq von 35 dB(A), verknüpft mit einem maximalen Beurteilungspegel von 55 dB(A). Die DIN 18041 empfiehlt je nach Nutzungsart 30 bis 40 dB(A).

Wie unterscheiden sich DIN 18041, DIN 4109 und ASR A3.7 in der Kita?

Die DIN 18041 regelt die Raumakustik. Die DIN 4109 regelt als Bauakustik den Schallschutz zwischen Räumen. Die ASR A3.7 regelt die Kita als Arbeitsstätte verbindlich und übernimmt für Bildungseinrichtungen den Sollwert der Raumgruppe A3 aus der DIN 18041.

Wie wird die Nachhallzeit nach DIN EN ISO 3382-2 zur Abnahme gemessen?

Zur Abnahme lassen Sie nach DIN EN ISO 3382-2 („Nachhallzeit in gewöhnlichen Räumen“) messen. Die Norm kennt zwei Verfahren: Beim abgeschalteten Rauschen regt ein Lautsprecher den Raum mit einem Rauschsignal an. Das zweite Verfahren ist die integrierte Impulsantwort. Ausgewertet werden die Kenngrößen T20 und T30 in Oktav- oder Terzbändern. Außerdem wird eine Genauigkeitsstufe gewählt (Kurz-, Standard- oder Präzisionsmessung). Für Planung und Nachweis kann auch eine Berechnung nach DIN EN 12354-6 genügen.

Aus welchen Materialien fertigt Akustikwerke die Absorber für Decke und Wand?

Wir fertigen unsere Absorber in der eigenen Manufaktur in Köln. Als absorbierenden Kern verwenden wir Naturholzfaser-Dämmung. Damit erreichen unsere Schallabsorber die Absorberklasse A. Wir setzen auf Naturfasern, Naturholz sowie natürliche und nachwachsende Rohstoffe. Die Materialien sind hochwertig, recycelbar, umweltverträglich und allergikerfreundlich. Auf lösungsmittelhaltige Klebstoffe und auf Materialien, die die Raumluftqualität beeinträchtigen können, verzichten wir. Die Elemente lassen sich als Deckensegel, Deckenabsorber oder Wandabsorber ausführen.

Welche Leistungen bietet Akustikwerke von der Beratung bis zur Montage an?

Akustikwerke ist Ingenieurbüro und Manufaktur zugleich. Beratung, Berechnung, Messung und Fertigung liegen in einer Hand. Auf Wunsch messen wir den Raum und begleiten Ihr Projekt bis zur Montage.

Erzählen Sie uns mehr über Ihr Projekt

Uns liegt der persönliche Kontakt zu Ihnen, sowie eine gute Beratung und Planung sehr am Herzen. Wir verstehen uns als Partner, der Ihnen von Beginn an bis hin zur Umsetzung betreuend zur Seite steht.

Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin. Als Ingenieurbüro und Manufaktur übernehmen wir Verantwortung für Ihr Projekt.

Unsere Akustiklösungen basieren nicht auf Schätzungen, sondern auf fundierten Berechnungen nach DIN-Normen wie z.B. der DIN 18041 und den Vorgaben des Arbeitsschutzes.

Damit garantieren wir Ihnen Sicherheit im Projekt und Akustiklösungen, die funktionieren.

Björn Federspiel Geschäftsführer