Der Gastraum ist voll, Geschirr klirrt, im Hintergrund läuft Musik, und am Tisch müssen Sie sich zur Unterhaltung vorbeugen. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, sind Sie damit nicht allein. Viele Restaurants kämpfen mit Hall und Dauerlärm, obwohl Küche und Service überzeugen. Gäste verlassen das Lokal früher als geplant, und das Personal geht abends erschöpft nach Hause. Gute Akustik verbessert die Sprachverständlichkeit, senkt die Geräuschpegel und reduziert die Ermüdung.
Schallschutz im Restaurant umfasst alle Maßnahmen, die Hall und Lärmpegel im Gastraum senken und die Sprachverständlichkeit erhöhen. Dieser Ratgeber führt Sie Schritt für Schritt durch das Thema. Sie erfahren, warum Gäste im Lärm immer lauter sprechen, wie man die Nachhallzeit misst und berechnet und welche Vorgaben die DIN 18041 macht. Danach lernen Sie die wirksamsten Maßnahmen kennen, von der Decke über Wandabsorber bis zu Materialfragen wie Brandschutz und Reinigung. Zum Schluss lesen Sie, wie sich Absorber im laufenden Betrieb nachrüsten lassen und wie Akustikwerke Sie von der Messung bis zur Montage begleitet. Das Ziel: ein Gastraum, in dem man sich entspannt unterhalten kann und die Atmosphäre trotzdem erhalten bleibt.
So wird Ihr Gastraum wieder leise
- Verbessern Sie für wirksamen Schallschutz im Restaurant die Raumakustik, statt nur die Musik leiser zu stellen. Gäste sprechen im Lärm automatisch lauter (Lombard-Effekt) und erzeugen den Pegel so selbst.
- Halten Sie den Hintergrundpegel unter 50 bis 55 dB(A) und die Nachhallzeit im Zielbereich von etwa 0,6 bis 0,9 Sekunden. Ab 1 Sekunde gilt die Nachhallzeit als zu hoch, ab 1,5 Sekunden als klar problematisch.
- Messen Sie zuerst die Nachhallzeit im Gastraum an mehreren Positionen, bevor Sie Maßnahmen planen. Erst der Ist-Zustand erlaubt eine fachgerechte Dimensionierung der Absorber und später eine Kontrollmessung.
- Orientieren Sie sich bei der Planung an der DIN 18041 (Raumgruppe B3) und am A/V-Verhältnis statt an einem festen Sekundenwert. Sehen Sie die Norm als Untergrenze, denn in der Praxis genügt sie oft nicht, um Gäste zufriedenzustellen.
- Setzen Sie Absorber zuerst an der Decke ein, zum Beispiel als Akustikdecken, Deckensegel oder Baffeln. Ergänzen Sie diese durch Wandabsorber, Polstermöbel und Vorhänge, denn die Decke allein reicht in der Regel nicht aus.
- Klären Sie Brandschutz, Hygiene und Reinigung vor der Materialwahl. Lassen Sie sich produktspezifische Nachweise vorlegen (empfohlen mindestens Euroklasse B-s1,d0) und wählen Sie in küchennahen Bereichen versiegelte Oberflächen.
- Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung von Akustikwerke mit Messkit und Planung nach DIN-Normen. Die Montage lässt sich meist außerhalb der Öffnungszeiten ohne Betriebsstopp umsetzen.
Schallschutz Gastronomie: Warum Lärm im Gastraum zum Problem wird
In der Gastronomie kommt der Lärm aus vielen Quellen gleichzeitig: Stimmen, Besteck, Musik und Küchengeräusche. Harte Oberflächen wie Fliesen, Glas und glatte Wände werfen den Schall immer wieder zurück. Der Geräuschpegel steigt deshalb schnell über ein Niveau, das als angenehm empfunden wird. Gäste haben dann Mühe, Gespräche zu führen oder die Servicekraft zu verstehen. Zwei Mechanismen verschärfen die Lage besonders.

Der Lombard-Effekt: Warum Gäste immer lauter sprechen
Der Lombard-Effekt ist ein unwillkürliches Verhalten: Wer sich in lauter Umgebung unterhält, spricht automatisch lauter. Mit Unhöflichkeit hat das nichts zu tun, es ist ein Reflex. Jede angehobene Stimme erhöht den Grundpegel im Raum, und der Nachbartisch reagiert mit derselben Anpassung. So entsteht eine Lärmspirale.
Studien beziffern den Effekt recht genau. Die Stimme steigt typischerweise um 0,3 bis 0,6 dB je 1 dB zusätzlichem Umgebungslärm, sobald dieser etwa 50 dB(A) übersteigt. Eine Untersuchung fand einen Wendepunkt bei 57,3 dB(A), ab dem der Anstieg steiler ausfällt. Je nach Quelle setzt der Effekt sogar schon bei 40 bis 45 dB(A) ein. Typische Restaurantpegel schwanken im Verlauf eines Abends zwischen 65 und 85 dB(A).
Die Musik leiser zu drehen hilft darum kaum, denn den Pegel erzeugen die Gäste selbst. Wirksam wird erst eine bessere Raumakustik, die den Schall dort aufnimmt, wo er sonst reflektiert würde.
Ab wann ein Restaurant als zu laut empfunden wird
Die Störung beginnt früher, als viele Betreiber vermuten. In einer Studie fühlten sich Teilnehmer ab Pegeln über 52,2 dB(A) gestört. Für ein angenehmes Restaurantumfeld wird deshalb empfohlen, den Hintergrundpegel unter 50 bis 55 dB(A) zu halten. Liegt er unter 50 dB(A), müssen Gäste ihre Stimme weniger anstrengen und verstehen Gespräche besser.
Eine weitere Quelle nennt ähnliche Stufen: Ab 45 dB(A) wird eine normale Unterhaltung erschwert, ab 50 dB(A) muss die Stimme angehoben werden, ab 60 dB(A) wird mit lauter Stimme gesprochen.
In der Praxis liegen die Werte oft deutlich darüber. Als klar zu laut gelten Pegel zwischen etwa 65 und 75 dB(A). Anhaltender Lärm über 75 dB wirkt als physischer Stressor auf das Nervensystem, und eine dauerhafte Belastung über 85 dB gilt als gesundheitsschädlich. Das trifft Ihre Gäste, vor allem aber Ihr Team, das Abend für Abend im Raum arbeitet.
Nachhallzeit im Restaurant: Was sie bedeutet und wie sie gemessen wird
Die Nachhallzeit (in der Fachsprache auch RT60) gibt an, wie lange Schall im Raum nachklingt, nachdem die Quelle verstummt ist. In rohen Innenräumen mit harten Materialien erreicht sie 1,5 bis 2 Sekunden. Das ist deutlich zu viel für entspanntes Sprechen. Wie Sie die Nachhallzeit erfassen und berechnen, zeigen die folgenden Abschnitte.
Nachhallzeit messen: Vorgehen und Messkit
Idealerweise wird im leeren, normal möblierten Raum gemessen. Eine Schallquelle, etwa ein Impulsgeber, regt den Raum an, und ein Messmikrofon zeichnet das Abklingen auf. Damit das Ergebnis belastbar ist, wird an mehreren Positionen gemessen und anschließend gemittelt. Eine Auswertung nach Frequenzbereichen zeigt zudem, ob eher Höhen oder Tiefen zu lange nachklingen.
Für Gastronomen und Planer ist wichtig: Die Messung liefert die Grundlage für jede weitere Entscheidung. Erst wenn der Ist-Zustand bekannt ist, lässt sich die Absorberfläche fachgerecht dimensionieren. Dafür stellt Akustikwerke ein Messkit bereit, mit dem Sie die Daten Ihres Gastraums erfassen können. So entfällt das Rätselraten, und Sie erhalten eine solide Planungsbasis. Weitere Informationen finden Sie unter Akustikmessung und Berechnung.
Wie deutlich ein Messergebnis ausfallen kann, zeigt ein dokumentiertes Praxisbeispiel: In einer Gaststätte ergab die Messung einen Nachhallwert von 1,7 Sekunden und bestätigte damit die als unangenehm empfundenen Verhältnisse im Raum. Nach der Maßnahme belegt eine Kontrollmessung die erreichte Verbesserung.
Nachhallzeit berechnen: Raumvolumen, Oberflächen und A/V-Verhältnis
Rechnerisch hängt die Nachhallzeit von zwei Größen ab: dem Raumvolumen und der vorhandenen Schallabsorption. Je größer das Volumen und je weniger absorbierende Fläche vorhanden ist, desto länger klingt der Schall nach. Die Absorption ergibt sich aus den Oberflächen im Raum, also aus Boden, Wänden, Decke, Möbeln und Textilien. Zur quantitativen Bestimmung dienen der Absorptionskoeffizient und der Absorptionsgrad.
Das A/V-Verhältnis beschreibt die äquivalente Absorptionsfläche im Verhältnis zum Raumvolumen. In der Gastronomie arbeitet die DIN 18041 mit diesem Wert. Als Orientierungsbeispiel nennt der BGN-Leitfaden für eine Gaststätte oder Kantine mit 3 m Deckenhöhe ein A/V-Verhältnis von mindestens 0,19 1/m.
Daraus folgt: Einen universellen Sekundenwert für jedes Restaurant gibt es nicht. Eine belastbare Planung braucht Raumvolumen, Deckenhöhe, vorhandene Oberflächen und Nutzung. Genau diese Größen fließen bei Akustikwerke in die akustische Berechnung ein, damit die Absorber fachgerecht dimensioniert werden und nicht nach Gefühl. Weitere physikalische Zusammenhänge finden Sie in unseren Grundlagen der Raumakustik.

Grenzwerte und Normen: Was für Gaststätten gilt
Wer einen Gastraum akustisch verbessern will, braucht verlässliche Zielgrößen. Die Normenlage ist übersichtlicher, als sie zunächst wirkt: Für den Schallschutz in der Gastronomie gibt es eine klare Einordnung und Empfehlungen für Nachhallzeit und Pegel. Wie beides zusammenhängt, lesen Sie in den nächsten beiden Abschnitten.
DIN 18041 und die Raumgruppe B3
Die DIN 18041 („Hörsamkeit in Räumen“) ist die zentrale Norm für die akustische Gestaltung von Räumen. Gaststätten und Kantinen ordnet sie der Raumgruppe B3 zu. Für Ihre Planung ist das entscheidend, denn aus dieser Zuordnung folgen die Anforderungen an die Absorption. In der Gastronomie ergeben sich diese Anforderungen aus dem A/V-Verhältnis und nicht aus einem festen Sekundenwert.
Auch arbeitsschutzrechtlich ist das Thema relevant. Betreiber müssen die Anforderungen an die Raumakustik in Gaststätten und Kantinen kennen und Lärmgrenzen einhalten.
Ein Hinweis aus der Praxis: Ein Fachautor, der Beschwerden in Restaurants begleitet hat, berichtet, dass die Empfehlung der DIN 18041 in der Regel nicht genügt, um Gäste wirklich zufriedenzustellen. Sehen Sie die Norm also als sinnvolle Untergrenze, bei der Sie nicht stehen bleiben müssen. Akustikwerke plant deshalb nach DIN-Normen und prüft zusätzlich, was Ihr Raum und Ihr Publikum tatsächlich brauchen.
Empfohlene Nachhallzeiten und Schallpegel im Überblick
- DIN 18041 für Gastronomieräume: Empfohlen wird eine Nachhallzeit von maximal 0,6 Sekunden.
- Fachliteratur: Je nach Quelle liegen die Empfehlungen zwischen 0,5 und 0,7 Sekunden. Als „Goldstandard“ für freie Unterhaltung gelten 0,6 bis 0,8 Sekunden.
- Praxisorientierte Zielwerte für Hotel und Gastronomie: Nachhallzeit 0,6 bis 0,9 Sekunden, maximaler Schallpegel idealerweise 55 bis 65 dB(A).
- Hintergrundpegel: unter 50 bis 55 dB(A), damit Gäste ohne erhöhten Stimmaufwand sprechen können.
- Warnsignal: Eine Nachhallzeit ab etwa 1 Sekunde gilt als zu hoch, ab 1,5 Sekunden als klar problematisch.
Maßnahmen gegen Lärm: Was im Gastraum wirklich hilft
Beim Schallschutz im Restaurant sind Absorptionsflächen an der Decke der wirksamste Weg. Dazu kommen textil bespannte Wandelemente, Vorhänge, Polster und gedämpfte Geschirrwege. Entscheidend ist die Kombination, denn jede Fläche leistet einen anderen Beitrag. Die folgenden Abschnitte zeigen, welche Rolle Decke, Wand und Ausstattung spielen.
Die Decke als wirksamste Fläche
Mehrere Fachquellen kommen zum gleichen Ergebnis: Die Decke ist die wirksamste Fläche für Absorber. In den meisten Restaurants ist sie die größte zusammenhängende Fläche und liegt frei über allen Gästen. Deshalb wirft sie Sprache direkt in den Raum zurück. Akustikdecken, Deckensegel oder Baffeln können daher einen wesentlichen Teil der benötigten Absorption übernehmen, ohne wertvolle Wandflächen zu belegen. Das Deutsche Architektenblatt nennt die Decke sogar den Schlüssel für eine gute Raumakustik.
Zwei Hinweise sollten Sie beachten. Bei thermisch aktiven Decken wird eine Belegung von maximal 60 Prozent bei mindestens 20 Zentimetern Abstand genannt. Außerdem reicht eine belegte Decke allein in der Regel nicht aus, um die geforderten Grenzwerte zu erreichen. Ergänzen Sie das Konzept deshalb durch Wandabsorber und Möbel.
Akustikwerke fertigt Deckenabsorber in der eigenen Manufaktur in Köln. Als absorbierender Kern dient Naturholzfaser-Dämmung, und die Absorber erreichen die Absorberklasse A. Form, Format und Bespannung werden projektspezifisch geplant. So wirkt die Lösung akustisch und fügt sich zugleich harmonisch in Ihre Architektur ein.
Wandabsorber und Möbel als sinnvolle Ergänzung
Wände übernehmen vor allem eine ergänzende Rolle. Wandabsorber kommen besonders dann ins Spiel, wenn Eingriffe an der Decke nicht oder nur begrenzt möglich sind, etwa wegen Installationen, Denkmalschutz oder niedriger Raumhöhe. Wichtig ist die Verteilung: Eine einzige behandelte Wand bringt weniger als eine gleichmäßige Verteilung an Decke und Wandflächen. Behandeln Sie störende Reflexionen daher an mehreren Stellen.
Für Sie als Planer oder Betreiber heißt das: Denken Sie in Flächen, die miteinander arbeiten. Wandabsorber lassen sich als gestalterisches Element nutzen, zum Beispiel als textil bespannte Paneele, die Nischen, Sitzbereiche oder Wandzonen hinter Tischreihen akzentuieren. Auch Akustikbilder können dabei Schallabsorption und Gestaltung miteinander verbinden.
Auch Möbel tragen zur Absorption bei. Gepolsterte Sitzbänke, Rückenlehnen und Raumteiler mit absorbierenden Eigenschaften fangen Schall dort ab, wo Gäste sitzen. So entsteht ein Gesamtkonzept, das Akustik und Einrichtung zusammendenkt. Akustikwerke plant solche Lösungen maßgeschneidert und stimmt Materialien, Farben und Formate auf Ihr Raumkonzept ab.
Boden, Vorhänge und Polster: Welche Rolle sie spielen
Akustisch spielt der Boden nur eine Nebenrolle. Gasträume werden meist um harte, leicht zu reinigende Oberflächen herum gestaltet: Fliesenböden, Putzwände, Glastrennwände. Genau diese Materialien reflektieren Schall besonders stark. Ein Teppich dämpft zwar Trittschall, absorbiert wegen seiner geringen Bautiefe aber nur hohe Frequenzen und keine tiefen. Für ein Restaurant mit Hygieneanforderungen ist ein Teppich ohnehin nicht immer die passende Lösung.
Vorhänge und Polster sind dagegen eine sinnvolle Ergänzung. Schwere Stoffe vor Fensterflächen, gepolsterte Sitzflächen und textile Elemente nehmen einen Teil der Reflexionen auf und machen den Raum wohnlicher. Auch gedämpfte Geschirrwege, etwa Unterlagen im Servicebereich, gehören zu einem durchdachten Konzept.
Betrachten Sie Vorhänge, Polster und Geschirrdämpfung als Feinschliff. Die Grundabsorption sollte über ausreichend dimensionierte Absorber an Decke und Wänden entstehen. Vorhänge und Polster verstärken diese Wirkung und tragen zur Atmosphäre bei. Die fachgerechte Planung können sie aber nicht ersetzen.
Wie viel Absorberfläche ein Gastraum braucht
Die Angaben zur nötigen Absorberfläche gehen auseinander, liegen mehrheitlich aber bei rund 20 bis 50 Prozent. Als robuste Faustregel gilt: Für eine spürbare Wirkung sollten grob 20 bis 40 Prozent der Deckenfläche belegt werden, in halligen Gasträumen bis etwa 30 bis 50 Prozent. Für Restaurants, Cafés und Bars wird häufig empfohlen, etwa 30 bis 50 Prozent der Decken- und Wandflächen mit Schallabsorbern zu versehen.
Eine weitere Faustregel besagt, dass mindestens 30 Prozent der Raumoberflächen schallabsorbierend sein sollten.
Diese Werte geben eine Orientierung und ersetzen keine Planung. Die genaue Menge hängt von Raumvolumen, Oberflächen, Möblierung und Nutzung ab. In der Gastronomie bestimmt man sie nach DIN 18041 über das A/V-Verhältnis. Da sich die nötige Menge nicht allein aus der Bodenfläche ableiten lässt, wäre eine pauschale Stückzahl unseriös.
Genau hier setzt die fachgerechte Dimensionierung an. Messung, akustische Berechnung und die Abstimmung auf Ihre Raumgeometrie ergeben die Fläche, die Ihr Gastraum tatsächlich braucht. So vermeiden Sie eine zu schwache Wirkung ebenso wie unnötig dominante Eingriffe in die Gestaltung.

Materialien und Anforderungen: Brandschutz, Hygiene und Reinigung
In der Gastronomie muss ein Absorber mehr leisten, als Schall zu schlucken. Er muss in einen Raum passen, in dem Gäste essen, Personal arbeitet und täglich gereinigt wird.
Beim Brandschutz gilt: Technische Eigenschaften und Klassifizierungen beziehen sich immer auf das konkrete Produkt und nie auf eine ganze Produktgruppe. Für den gewerblichen Einsatz im Gastgewerbe wird in der Praxis mindestens Brandschutzklasse B (Euroklasse B-s1,d0) empfohlen. Ob ein Material als schwer entflammbar nach DIN 4102 bezeichnet werden darf, muss für das jeweilige Produkt nachweislich zutreffen.
Lassen Sie sich Nachweise vorlegen und stimmen Sie die Anforderungen frühzeitig mit Ihrem Brandschutzplaner ab.
Bei der Hygiene lohnt der Blick auf den Einbauort. In küchennahen Bereichen oder an Wänden, die Kontakt und Reinigung ausgesetzt sind, halten Paneele mit versiegelter Oberfläche länger als unbehandeltes Naturholz. Planen Sie das Reinigungskonzept deshalb von Anfang an mit.
Akustikwerke setzt als absorbierenden Kern Naturholzfaser-Dämmung ein, gefertigt als Absorber der Absorberklasse A. Die Materialien sind hochwertig, recycelbar und umweltverträglich. Auf lösungsmittelhaltige Klebstoffe verzichtet das Unternehmen bewusst, damit die Raumluftqualität nicht leidet.
Nachrüsten im laufenden Betrieb: Montage und Ablauf
Die gute Nachricht für Betreiber: Absorber lassen sich in nahezu jedem Restaurant nachträglich einbauen. Viele Maßnahmen können Sie an Decken und Wänden montieren oder als freistehende Elemente integrieren. Die Montage wird meist außerhalb der Öffnungszeiten geplant, am Ruhetag oder über Nacht, damit Ihr Betrieb möglichst wenig gestört wird. Die meisten akustischen Maßnahmen lassen sich innerhalb weniger Tage umsetzen. Aufwendigere Lösungen mit abgehängten Decken oder integrierter Beleuchtung brauchen etwas mehr Zeit.
Ein dokumentiertes Beispiel ist eine Gaststätte, in der die Montage von Deckensegeln außerhalb der Öffnungszeiten in kürzester Zeit gelang. Entscheidend ist eine gute Vorbereitung.
Der typische Ablauf umfasst Analyse und Messung, Planung und Berechnung, Fertigung, Montage und eine abschließende Kontrollmessung.
Bei Akustikwerke begleiten wir Ihr Projekt ganzheitlich von der Planung bis zur Montage. Nach Ihrer Freigabe übernehmen wir die fachgerechte Umsetzung von der Materialauswahl über die Produktion bis zur Montage, ohne Betriebsstopp und diskret im laufenden Betrieb. Einen Überblick über unsere Leistungen finden Sie auf der entsprechenden Übersichtsseite.
Kostenlose Erstberatung von Akustikwerke: Messkit und Planung nach DIN-Normen
Sie wissen jetzt, was einen Gastraum laut macht und welche Stellschrauben wirken. Der nächste Schritt ist, Ihren Raum konkret zu bewerten. Dafür gibt es die Erstberatung von Akustikwerke, dem Ingenieurbüro und der Manufaktur für hochwertige Raumakustik aus Köln.
Im Gespräch klären wir gemeinsam Ihre Ausgangslage: Wie laut und hallig empfinden Gäste und Team den Raum, welche Flächen stehen zur Verfügung, welche gestalterischen Wünsche haben Sie? Mit dem Messkit erfassen Sie die Nachhallzeit in Ihrem Gastraum. Auf dieser Grundlage folgen die akustische Berechnung und die Planung nach DIN-Normen, inklusive fachgerechter Dimensionierung der Absorber.
Eine Lösung von der Stange bekommen Sie bei uns nicht. Die Absorber von Akustikwerke entstehen in eigener Manufaktur, mit Naturholzfaser-Dämmung als Kern und hochwertigen Stoffen, und fügen sich harmonisch in Ihre Architektur ein. Wir begleiten Sie persönlich von der Messung bis zur Montage.
Nehmen Sie Kontakt mit Akustikwerke auf und vereinbaren Sie Ihre Erstberatung. Mit professionellem Schallschutz im Restaurant wird aus einem lauten Gastraum ein Ort, an dem Gäste gern verweilen und sich wieder mühelos unterhalten. Beispiele bereits umgesetzter Gastronomieprojekte finden Sie in unseren Referenzprojekten.
Zusammenfassung: Lärm im Restaurant entsteht vor allem durch harte Oberflächen und den Lombard-Effekt. Wirksam helfen eine Messung der Nachhallzeit, Absorber an Decke und Wänden und eine Planung nach DIN 18041 statt eines pauschalen Sekundenwerts.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nachhallzeit empfiehlt die DIN 18041 für einen Gastraum im Restaurant?
Für Gastronomieräume empfiehlt die DIN 18041 eine Nachhallzeit von maximal 0,6 Sekunden. In der Fachliteratur liegen die Empfehlungen je nach Quelle zwischen 0,5 und 0,7 Sekunden. Als „Goldstandard“ für freie Unterhaltung gelten 0,6 bis 0,8 Sekunden. Eine Nachhallzeit ab etwa 1 Sekunde gilt als zu hoch, ab 1,5 Sekunden als klar problematisch.
Wie messe ich die Nachhallzeit in meinem Restaurant und was leistet das Messkit von Akustikwerke?
Idealerweise messen Sie im leeren, normal möblierten Raum. Eine Schallquelle, etwa ein Impulsgeber, regt den Raum an, und ein Messmikrofon zeichnet das Abklingen auf. Dafür stellt Akustikwerke ein Messkit bereit. Mit diesem erfassen Sie die Nachhallzeit in Ihrem Gastraum. Auf dieser Grundlage folgen die akustische Berechnung und die Planung nach DIN-Normen, inklusive fachgerechter Dimensionierung der Absorber.
Ab welchem Schallpegel empfinden Gäste ein Restaurant als zu laut?
In einer Studie fühlten sich Teilnehmer ab Pegeln über 52,2 dB(A) gestört. Für ein angenehmes Umfeld wird empfohlen, den Hintergrundpegel unter 50 bis 55 dB(A) zu halten. Als klar zu laut gelten Pegel zwischen etwa 65 und 75 dB(A). Anhaltender Lärm über 75 dB wirkt als physischer Stressor auf das Nervensystem, eine dauerhafte Belastung über 85 dB gilt als gesundheitsschädlich.
Was versteht man unter dem Lombard-Effekt und warum sprechen Gäste im Lärm lauter?
Beim Lombard-Effekt sprechen Menschen im Lärm automatisch lauter. Die Stimme steigt typischerweise um 0,3 bis 0,6 dB je 1 dB zusätzlichem Umgebungslärm, sobald dieser etwa 50 dB(A) übersteigt. Je nach Quelle setzt der Effekt sogar schon bei 40 bis 45 dB(A) ein. Eine Untersuchung fand einen Wendepunkt bei 57,3 dB(A), ab dem der Anstieg steiler ausfällt. Typische Restaurantpegel schwanken im Verlauf eines Abends zwischen 65 und 85 dB(A).
Was bedeutet die Raumgruppe B3 und wie hängt sie mit dem A/V-Verhältnis zusammen?
Die DIN 18041 („Hörsamkeit in Räumen“) ist die zentrale Norm für die akustische Gestaltung von Räumen. Gaststätten und Kantinen ordnet sie der Raumgruppe B3 zu. Bei der Planung orientieren Sie sich an dieser Norm und am A/V-Verhältnis statt an einem festen Sekundenwert. Das A/V-Verhältnis beschreibt die äquivalente Absorptionsfläche im Verhältnis zum Raumvolumen. Als Orientierungsbeispiel nennt der BGN-Leitfaden für eine Gaststätte oder Kantine mit 3 m Deckenhöhe ein A/V-Verhältnis von mindestens 0,19 1/m.
Wie viel Prozent der Decken- und Wandflächen sollte ich mit Schallabsorbern belegen?
Für Restaurants, Cafés und Bars wird häufig empfohlen, etwa 30 bis 50 Prozent der Decken- und Wandflächen mit Schallabsorbern zu versehen. Die Angaben zur nötigen Absorberfläche liegen mehrheitlich bei rund 20 bis 50 Prozent. Für eine spürbare Wirkung sollten grob 20 bis 40 Prozent der Deckenfläche belegt werden, in halligen Gasträumen bis etwa 30 bis 50 Prozent. Eine weitere Faustregel nennt mindestens 30 Prozent schallabsorbierende Raumoberflächen. In der Gastronomie bestimmen Sie die Fläche nach DIN 18041 über das A/V-Verhältnis.
Warum ist die Decke die wirksamste Fläche für die Schallabsorption im Gastraum?
Absorptionsflächen an der Decke sind der wirksamste Weg gegen Lärm im Gastraum. Das Deutsche Architektenblatt nennt die Decke sogar den Schlüssel für eine gute Raumakustik. Möglich sind zum Beispiel Akustikdecken, Deckensegel oder Baffeln. Bei thermisch aktiven Decken wird eine Belegung von maximal 60 Prozent bei mindestens 20 Zentimetern Abstand genannt.
Wann sind Wandabsorber oder gepolsterte Möbel eine sinnvolle Alternative zur Deckenlösung?
Wandabsorber kommen besonders dann ins Spiel, wenn Eingriffe an der Decke nicht oder nur begrenzt möglich sind, etwa wegen Installationen, Denkmalschutz oder niedriger Raumhöhe. Gepolsterte Sitzbänke, Rückenlehnen und Raumteiler mit absorbierenden Eigenschaften fangen Schall dort ab, wo Gäste sitzen. Sie sind damit eine sinnvolle Ergänzung.
Welche Anforderungen an Brandschutz und Reinigung sollten Absorber im Gastgewerbe erfüllen?
Für den gewerblichen Einsatz im Gastgewerbe wird in der Praxis mindestens Brandschutzklasse B (Euroklasse B-s1,d0) empfohlen. Ob ein Material als schwer entflammbar nach DIN 4102 bezeichnet werden darf, muss für das jeweilige Produkt nachweislich zutreffen. In küchennahen Bereichen oder an Wänden, die Kontakt und Reinigung ausgesetzt sind, halten Paneele mit versiegelter Oberfläche länger als unbehandeltes Naturholz.
Aus welchen Materialien fertigt Akustikwerke seine Absorber und wo werden sie hergestellt?
Akustikwerke fertigt seine Absorber in der eigenen Manufaktur in Köln. Als absorbierender Kern dient Naturholzfaser-Dämmung, dazu kommen hochwertige Stoffe. Die Absorber erreichen die Absorberklasse A. Die Materialien sind hochwertig, recycelbar und umweltverträglich. Auf lösungsmittelhaltige Klebstoffe verzichtet das Unternehmen bewusst.
Kann ich Schallabsorber nachträglich einbauen lassen, ohne dass mein Restaurant schließen muss?
Ja, Absorber lassen sich in nahezu jedem Restaurant nachträglich einbauen. Die Montage wird meist außerhalb der Öffnungszeiten geplant, am Ruhetag oder über Nacht, und erfolgt ohne Betriebsstopp und diskret im laufenden Betrieb. Die meisten akustischen Maßnahmen lassen sich innerhalb weniger Tage umsetzen. Der typische Ablauf umfasst Analyse und Messung, Planung und Berechnung, Fertigung, Montage und eine abschließende Kontrollmessung.
Wie läuft die kostenlose Erstberatung von Akustikwerke ab?
Akustikwerke ist ein Ingenieurbüro und eine Manufaktur für hochwertige Raumakustik aus Köln. Bei der kostenlosen Erstberatung erfassen Sie mit dem Messkit die Nachhallzeit in Ihrem Gastraum. Auf dieser Grundlage folgen die akustische Berechnung und die Planung nach DIN-Normen, inklusive fachgerechter Dimensionierung der Absorber. Nutzen Sie die kostenlose Erstberatung, um Ihren Gastraum wieder leise zu machen.
