Akustik Konferenzraum: So verbessern Sie Klang und Verständlichkeit
Ihr Konferenzraum sieht professionell aus. Doch sobald das Meeting beginnt, wird jedes Wort von den Wänden zurückgeworfen, Stimmen überlagern sich, und die Konzentration schwindet. Schlechte Raumakustik macht Meetings ineffizient, erschwert Videokonferenzen und kostet Zeit. Die zentrale Ursache: Harte Oberflächen reflektieren Schall, statt ihn zu absorbieren. Die Sprachverständlichkeit sinkt dadurch dramatisch. Die gute Nachricht: Mit gezielten akustischen Maßnahmen lässt sich die Verständlichkeit deutlich verbessern. Dieser Artikel zeigt, welche akustischen Probleme in Konferenzräumen typisch sind, warum sie entstehen und welche Lösungen funktionieren. Sie erfahren, wie Sie Nachhall reduzieren, welche Materialien im Sprachbereich wirken und wo Sie Akustikpaneele positionieren sollten. Gezielte Schallabsorption an den richtigen Stellen reduziert Nachhall auf 0,4 bis 0,6 Sekunden und macht Sprache klar verständlich. Dabei geht es nicht um technische Details, sondern um praxisnahe Orientierung für Ihre Entscheidung zur optimalen Akustik im Konferenzraum. Weitere Lösungen für Besprechungs- und Arbeitsräume finden Sie unter Büros und Konferenzräume.
Was Sie über Konferenzraum-Akustik wissen sollten
Prüfen Sie die Nachhallzeit Ihres Konferenzraums: Liegt sie über 0,8 Sekunden, beeinträchtigt dies die Sprachverständlichkeit erheblich. Gezielte Absorptionsmaßnahmen reduzieren sie auf den Zielbereich von 0,4 bis 0,6 Sekunden. Setzen Sie auf Schallabsorption statt Schalldämmung, wenn Sie die Akustik innerhalb des Raums verbessern möchten. Absorber reduzieren Nachhall und Echo, während Dämmung nur die Schallübertragung zwischen Räumen verhindert. Wählen Sie Akustikmaterialien, die im Sprachbereich von 500 Hz bis 4 kHz wirken: Schafwolle, Holzwolle-Verbundplatten oder Kokosfaser-Paneele erreichen hier Absorptionswerte von über 85 Prozent und verbessern gezielt die Verständlichkeit von Konsonanten. Positionieren Sie Akustikpaneele strategisch an den ersten Reflexionspunkten: hinter Sitzgruppen, gegenüber dem Hauptsprecher und in Ohrhöhe. Gezielte Platzierung wirkt effektiver als große Mengen an falschen Stellen. Planen Sie 15 bis 25 Prozent der Wandfläche als Absorptionsfläche ein und kombinieren Sie Wand- mit Deckenabsorbern über der Hauptsitzzone, um eine ausgewogene Akustik Konferenzraum ohne akustisch toten Raumeindruck zu erreichen.
Warum klingt Ihr Konferenzraum schlecht?
Die Ursache für schlechte Akustik liegt meist nicht in der Raumgröße oder der Konferenzraumtechnik, sondern in der Bauweise selbst. Moderne Konferenzräume sind häufig mit Materialien ausgestattet, die Schall reflektieren statt absorbieren. Dadurch entsteht ein unangenehm halliger Raum, in dem Gespräche anstrengend werden und wichtige Details untergehen. Zwei Faktoren spielen dabei die Hauptrolle: harte Oberflächen, die den Schall zurückwerfen, und ein daraus resultierender Nachhall, der die Sprachverständlichkeit massiv beeinträchtigt. Harte Oberflächen reflektieren Schall vollständig, wodurch sich Schallwellen überlagern und lange Nachhallzeiten entstehen, die wiederum die Verständlichkeit von Konsonanten drastisch reduzieren. Beide Probleme verstärken sich gegenseitig. Beide lassen sich gezielt beheben, wenn Sie verstehen, wie sie entstehen und welche Rolle die Raumakustik dabei spielt.
Harte Oberflächen als akustische Schwachstelle
Glas, Beton und Fliesen prägen das Bild vieler moderner Büros. Genau diese Materialien sind akustisch problematisch. Trifft Schall auf harte, glatte Oberflächen, wird er nahezu vollständig reflektiert, statt absorbiert zu werden. Eine Betondecke etwa nimmt nur 1 bis 2 Prozent des auftreffenden Schalls auf. Der Rest prallt zurück in den Raum, wird erneut von Wänden, Tischen und Fenstern reflektiert und baut so einen hohen Grundpegel auf. Große Fensterfronten verstärken diesen Effekt zusätzlich. Der Schall wird viele Male im Raum hin- und hergeworfen, bevor er verschwindet, wodurch lange Nachhallzeiten entstehen, die Sprache unverständlich machen und den Konferenzraum subjektiv als laut erscheinen lassen. Offene Architektur, hohe Decken und minimalistisches Design mögen ästhetisch wirken. Akustisch erzeugen sie jedoch häufig unangenehmen Nachhall. Wenn Sie in Ihrem Besprechungsraum viele dieser harten Oberflächen vorfinden, ist das die wahrscheinlichste Ursache für die schlechte Sprachverständlichkeit.
Nachhall und seine Folgen für Meetings
Nachhall entsteht, wenn Schallwellen nach dem Verstummen der Quelle noch längere Zeit im Raum hörbar bleiben. Gemessen wird die Zeitspanne, bis der Schalldruckpegel um 60 Dezibel abgefallen ist. In Konferenzräumen mit hoher Nachhallzeit überlagern sich gesprochene Silben, Konsonanten gehen verloren, und die Verständlichkeit sinkt dramatisch. Räume mit langen Nachhallzeiten werden nicht nur subjektiv als laut empfunden, sie beeinträchtigen auch die Sprachkommunikation erheblich. Unbehandelte Besprechungsräume weisen oft Nachhallzeiten von 1,5 bis 2,5 Sekunden auf, viel zu hoch für produktive Meetings. Das akustische Ideal für Besprechungsräume liegt dagegen in einer Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden. Bei längeren Besprechungen führt der ständige Nachhall zu Ermüdung, Konzentrationsverlust und Missverständnissen. In Videokonferenzen nehmen Mikrofone den diffusen Nachhall mit auf, und Ihre Gesprächspartner verstehen Sie schlechter. Hoher Nachhall macht Meetings ineffizient und anstrengend für alle Beteiligten im Konferenzraum.

Schallabsorption vs. Schalldämmung: Der entscheidende Unterschied
Wenn Sie sich mit Raumakustik beschäftigen, stoßen Sie schnell auf zwei Begriffe, die häufig verwechselt werden: Schallabsorption und Schalldämmung. Beide beschreiben unterschiedliche physikalische Vorgänge und lösen unterschiedliche Probleme. Wer Absorber kauft, um laute Nachbarn auszusperren, wird ebenso enttäuscht wie jemand, der eine massive Wand einzieht, um den Hall im Konferenzraum loszuwerden. Für Ihren Besprechungsraum ist diese Unterscheidung praktisch bedeutsam: Soll der Raum innen klar und verständlich klingen, brauchen Sie Schallabsorption. Soll verhindert werden, dass Gespräche nach außen dringen oder Lärm von außen eindringt, brauchen Sie Schalldämmung. Beide Ansätze ergänzen sich, ersetzen einander aber nicht. Die richtige Kombination aus beiden Maßnahmen sorgt für optimale Akustik Konferenzraum. Die physikalischen Zusammenhänge erläutern wir ausführlicher in unseren Grundlagen der Raumakustik.
Was Absorption im Raum bewirkt
Schallabsorption wirkt innerhalb eines Raums und bezeichnet die Fähigkeit von Materialien, auftreffende Schallenergie aufzunehmen und in andere Energieformen, hauptsächlich Wärme, umzuwandeln. Dadurch werden Nachhall, Hall und Echo reduziert und die Sprachverständlichkeit verbessert. Harte Oberflächen wie Glas, Beton oder Gipskarton reflektieren Schall nahezu vollständig; offenporige Absorber wie Akustikpaneele, Deckensegel, Teppiche oder Vorhänge kehren das um. Schallabsorptionsmaterialien werden verwendet, um den Schall innerhalb eines Konferenzraums zu kontrollieren und unerwünschte Nachhallzeiten zu reduzieren. Eine gute Schallabsorption sorgt dafür, dass der Schall im Raum absorbiert wird und nicht ständig von den Wänden reflektiert wird. Dadurch wird die Nachhallzeit reduziert und der Raum klingt leiser und angenehmer. Für Besprechungsräume bedeutet das konkret: Schallabsorber reduzieren Hall, Echo und Stimmgewirr im Raum und verbessern die Akustik dort, wo Menschen sprechen, zuhören und sich konzentrieren müssen.
Wann Schalldämmung notwendig wird
Schalldämmung, auch Schallisolierung genannt, wirkt zwischen Räumen und beschreibt, wie stark ein Bauteil wie Wand, Decke, Fenster oder Tür die Übertragung von Schall in den Nachbarraum reduziert. Das physikalische Prinzip ist Masse und Entkopplung; gemessen wird sie als bewertetes Schalldämm-Maß in Dezibel. Schalldämmung ist ein Thema der Bauakustik und konzentriert sich auf die Verhinderung der Geräuschübertragung zwischen Räumen. Für Konferenzräume wird Schalldämmung dann wichtig, wenn Vertraulichkeit gefordert ist: bei Personalgesprächen, Vertragsverhandlungen oder strategischen Besprechungen. Sie verhindert, dass Gespräche aus dem Konferenzraum nach außen dringen oder dass Lärm von außen eindringt. Ein paar Zentimeter dünne Akustikpaneele machen eine Wand nicht schalldicht, und eine massive Wand beseitigt nicht den Hall im Raum. Für einen wirklich nutzbaren Besprechungsraum empfiehlt sich die Kombination: Schalldämmung verhindert das Mithören von außen, Absorption sorgt innen für Sprachverständlichkeit. Die Konferenzraumtechnik sollte beide Aspekte berücksichtigen.
Welche Nachhallzeit braucht ein Konferenzraum?
Die Nachhallzeit ist die zentrale Messgröße für die Raumakustik und gibt an, wie lange es dauert, bis der Schalldruckpegel nach dem Verstummen der Quelle um 60 Dezibel abgefallen ist. Für Konferenz- und Besprechungsräume gibt die DIN 18041 klare Orientierungswerte vor. Konferenzräume fallen in die Raumgruppe A, Nutzungsart A3 (Unterricht/Kommunikation). Als optimale Nachhallzeit werden 0,4 bis 0,6 Sekunden angegeben. Der konkrete Sollwert ist kein fester Tabellenwert, sondern wird aus dem nutzbaren Raumvolumen und der Nutzungsart berechnet. Für einen typischen Besprechungsraum von rund 84 Kubikmetern ergibt sich nach DIN 18041 eine Soll-Nachhallzeit von etwa 0,45 Sekunden. Ein größerer Konferenzraum mit rund 294 Kubikmetern hatte eine anzustrebende Nachhallzeit von 0,62 Sekunden. Unbehandelte Besprechungsräume liegen oft bei 1,5 bis 2,5 Sekunden, deutlich zu hoch. Das akustische Ideal für Besprechungsräume liegt in einer Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden. Innerhalb dieses Bereichs ist Sprache klar verständlich, ohne dass der Raum akustisch tot wirkt. Liegt Ihr Raum darüber, sollten Sie über gezielte Absorptionsmaßnahmen nachdenken, um die Akustik Konferenzraum zu optimieren. Eine professionelle Akustikmessung zeigt objektiv, wie Ihr Raum tatsächlich abschneidet.
Akustiklösungen für bessere Sprachverständlichkeit
Sobald Sie die akustischen Schwachstellen Ihres Konferenzraums kennen, können Sie gezielt gegensteuern. Die Lösung liegt in der Schallabsorption, und zwar dort, wo Sprache entsteht und reflektiert wird. Drei Faktoren entscheiden über den Erfolg: das richtige Material, die richtige Positionierung und die richtige Menge. Moderne Akustikpaneele erreichen Absorptionswerte von bis zu 90 Prozent der auftreffenden Schallenergie und sind damit hochwirksam. Entscheidend ist jedoch, dass Sie sie im Sprachbereich einsetzen, also in den Frequenzen, in denen Konsonanten und damit die Verständlichkeit liegen. Bereits eine Abdeckung von 15 bis 25 Prozent der Wandfläche reicht aus, um störende Echos und Nachhall deutlich zu minimieren. Die effektivste Lösung kombiniert Decken- und Wandabsorber, abgestimmt auf die Nutzung und Geometrie Ihres Raums. Professionelle Konferenzraumtechnik berücksichtigt diese akustischen Anforderungen von Anfang an.
Positionierung von Akustikpaneelen: Wo sie wirklich wirken
Die Position von Akustikpaneelen ist wichtiger als eine möglichst vollständige Verkleidung. Mehrere verteilte Paneele wirken oft besser als ein einzelnes großes Element an nur einer Stelle. Besonders sinnvoll sind große Wandflächen nahe des Tisches oder gegenüber harter Reflexionsflächen, an denen Sprache deutlich zurückgeworfen wird. Eine der stärksten Positionen liegt dort, wo Sprache direkt reflektiert wird: hinter Tisch- und Sitzgruppen. Behandeln Sie zuerst die Wand hinter den Zuhörern und die Wand hinter dem Hauptsprecher oder Screen. Paneele sollten in Ohrhöhe angebracht werden, nicht zu hoch, dort, wo Menschen sitzen, stehen oder sprechen. Wichtig sind auch die ersten Reflexionspunkte, das sind die Stellen an den Seitenwänden, an denen der Schall von den Sprechern zuerst zu den Ohren der Zuhörer gelangt. Mit dem Spiegel-Trick lassen sich diese Punkte finden: Führen Sie einen Spiegel an der Wand entlang; wo die Schallquelle im Spiegel sichtbar ist, liegt ein Reflexionspunkt. In größeren Räumen oder bei hoher Decke wird die Kombination aus Wand und Decke oft deutlich stärker. Die Decke bietet große wirksame Fläche ohne Stellplatzverlust und ist ein wichtiger Reflektor für Sprachgeräusche. Fügen Sie Deckenabdeckung über dem Tisch oder der Hauptsitzzone hinzu. Absorptionsflächen an Decke und Wänden können Reflexionen reduzieren und die Sprachverständlichkeit im Konferenzraum verbessern. Platzieren Sie Paneele an den Schlüsselreflexionspunkten, statt sie gleichmäßig im Raum zu verteilen. Bessere Platzierung schlägt in der Regel mehr Paneele.
Wie viel Absorptionsfläche ist nötig?
Als Orientierung gilt: Für eine merkliche Verbesserung der Raumakustik sollten 15 bis 25 Prozent der Wandfläche mit Schallabsorbern ausgestattet werden. Als Faustformel empfiehlt sich, etwa 20 bis 30 Prozent der Grundfläche des Raumes als Absorptionsfläche an den Wänden oder der Decke einzuplanen. Gute Ergebnisse zeigen sich bereits ab 30 Prozent Überdeckung der Grundfläche des Raumes. Eine praktische Startempfehlung für Büros und Konferenzräume liegt oft bei rund 15 bis 20 Prozent Abdeckung, konzentriert auf die wichtigsten Reflexionszonen und Deckensegel. Wenn mehr als 50 Prozent der Raumflächen mit Absorbern bedeckt sind, wirkt der Konferenzraum akustisch tot und unnatürlich dumpf, was als beklemmend empfunden werden kann. Die Absorptionsfläche sollte sich aus einer Raumanalyse ableiten: wo sind vorhandene Absorptionsflächen, wo entstehen relevante Schallquellen, und wie breitet sich Sprache im Raum aus. Ein einzelner Schallabsorber an der Wand löst selten ein komplexes Akustikproblem. Die Lösung liegt in der Kombination: gezielte Wandabsorber an den Reflexionspunkten, Deckensegel über der Hauptsitzzone und gegebenenfalls absorbierende Trennwände oder Möbel. So erreichen Sie eine ausgewogene Akustik Konferenzraum, die Sprache klar verständlich macht, ohne den Raum leblos wirken zu lassen. Optimale Konferenzraumakustik erfordert 15 bis 25 Prozent Absorptionsfläche, gezielt an Reflexionspunkten platziert, mit Materialien die im Sprachbereich 500 Hz bis 4 kHz wirken, um Nachhallzeiten auf 0,4 bis 0,6 Sekunden zu senken.
Professionelle Planung für komplexe Konferenzräume
Je größer der Konferenzraum, je komplexer seine Geometrie und je höher der Anteil schallharter Flächen, desto schwieriger ist es, die notwendige Absorptionsfläche allein nach Faustregeln zu bestimmen. Eine fachgerechte Planung berücksichtigt Raumvolumen, Nutzung, vorhandene Materialien, Sitzpositionen, Sprachrichtungen und die gewünschte Nachhallzeit. Dadurch lassen sich Akustikelemente gezielt dort einsetzen, wo sie den größten Effekt erzielen. Gleichzeitig wird vermieden, dass zu wenige Elemente installiert werden oder der Raum durch eine Überdimensionierung unnatürlich trocken klingt. Einen Überblick über Beratung, Berechnung, Planung und Umsetzung finden Sie unter unseren Leistungen.

Akustik Konferenzraum von Akustikwerke
Eine gute Konferenzraumakustik entsteht nicht durch möglichst viele Absorber, sondern durch die richtige Kombination aus Messung, Berechnung, Materialauswahl und Positionierung. Akustikwerke verbindet die technische Planung eines Ingenieurbüros mit der Fertigung hochwertiger Akustikelemente in eigener Manufaktur. Dadurch können Lösungen auf den jeweiligen Raum abgestimmt werden, statt auf pauschale Standardmengen zurückzugreifen. Wandabsorber und Deckensegel lassen sich so dimensionieren und platzieren, dass Nachhall reduziert, die Sprachverständlichkeit verbessert und die Gestaltung des Konferenzraums berücksichtigt wird. Wie solche Konzepte in realisierten Projekten umgesetzt werden, zeigen unsere Referenzprojekte.
Was Sie für eine gute Akustik im Konferenzraum beachten sollten
- Prüfen Sie die Nachhallzeit Ihres Konferenzraums. Liegt sie über 0,8 Sekunden, beeinträchtigt dies die Sprachverständlichkeit erheblich. Der Zielbereich liegt in vielen Besprechungsräumen bei etwa 0,4 bis 0,6 Sekunden.
- Setzen Sie Schallabsorption ein, wenn Sie Hall und Echo innerhalb des Konferenzraums reduzieren möchten. Schalldämmung benötigen Sie dagegen, wenn Gespräche nicht in angrenzende Räume übertragen werden sollen.
- Konzentrieren Sie die Akustikelemente auf relevante Reflexionsflächen, insbesondere hinter Sitzgruppen, gegenüber dem Hauptsprecher und an den ersten seitlichen Reflexionspunkten.
- Planen Sie als erste Orientierung etwa 15 bis 25 Prozent der Wandfläche als Absorptionsfläche ein und stimmen Sie die tatsächliche Menge auf Raumvolumen, Oberflächen und Nutzung ab.
- Kombinieren Sie Wandabsorber mit Deckensegeln, wenn Decke und Wände stark reflektieren oder der Konferenzraum größere Abmessungen besitzt.
- Vermeiden Sie eine Überdämpfung. Werden zu große Flächen absorbierend gestaltet, kann der Raum akustisch unnatürlich trocken und dumpf wirken.
- Lassen Sie bei anspruchsvollen Konferenzräumen Nachhallzeit und erforderliche Absorptionsfläche professionell berechnen oder messen, bevor Sie die Akustikelemente festlegen.
Häufig gestellte Fragen
Welche Nachhallzeit sollte Ihr Konferenzraum haben?
Ihr Konferenzraum sollte eine Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden aufweisen. Dies ist der optimale Bereich gemäß DIN 18041 für Konferenzräume, die in die Raumgruppe A, Nutzungsart A3 (Unterricht/Kommunikation) fallen. Konkret bedeutet dies: Für einen typischen Besprechungsraum von etwa 84 Kubikmetern liegt die Soll-Nachhallzeit bei circa 0,45 Sekunden, während ein größerer Konferenzraum mit rund 294 Kubikmetern eine anzustrebende Nachhallzeit von 0,62 Sekunden hat.
Wie messen Sie, ob die Akustik in Ihrem Besprechungsraum ausreichend ist?
Die Nachhallzeit ist die zentrale Messgröße für die Raumakustik. Sie gibt an, wie lange es dauert, bis der Schalldruckpegel nach dem Verstummen der Quelle um 60 Dezibel abgefallen ist. Gemessen wird also die Zeitspanne, bis dieser Abfall von 60 Dezibel erreicht ist. Liegt die Nachhallzeit über 0,8 Sekunden, beeinträchtigt dies die Sprachverständlichkeit erheblich. Der Zielbereich für gute Akustik liegt bei 0,4 bis 0,6 Sekunden.
Wie viel Absorptionsfläche benötigen Sie für eine spürbare Verbesserung der Raumakustik?
Für eine merkliche Verbesserung sollten Sie 15 bis 25 Prozent der Wandfläche mit Schallabsorbern ausstatten. Als Faustformel empfiehlt sich, etwa 20 bis 30 Prozent der Grundfläche des Raumes als Absorptionsfläche an den Wänden oder der Decke einzuplanen. Gute Ergebnisse zeigen sich bereits ab 30 Prozent Überdeckung der Grundfläche. Eine praktische Startempfehlung für Büros und Konferenzräume liegt oft bei rund 15 bis 20 Prozent Abdeckung. Bereits eine Abdeckung von 15 bis 25 Prozent der Wandfläche reicht aus, um die Nachhallzeit auf 0,5 bis 0,8 Sekunden zu senken.
Welche Absorptionswerte erreichen die von Akustikwerke verwendeten Naturmaterialien?
Die von Akustikwerke verwendeten Naturmaterialien wie Schafwolle, Holzwolle-Verbundplatten oder Kokosfaser-Paneele erreichen im entscheidenden Sprachbereich von 500 Hz bis 4 kHz Absorptionswerte von über 85 Prozent. Moderne Akustikpaneele erreichen sogar Absorptionswerte von bis zu 90 Prozent der auftreffenden Schallenergie.
Was besagt die DIN 18041 für Konferenzräume?
Die DIN 18041 ordnet Konferenzräume in die Raumgruppe A, Nutzungsart A3 (Unterricht/Kommunikation) ein. Als optimale Nachhallzeit werden 0,4 bis 0,6 Sekunden angegeben. Die Norm gibt raumgrößenabhängige Sollwerte vor: Für einen typischen Besprechungsraum von rund 84 Kubikmetern ergibt sich eine Soll-Nachhallzeit von etwa 0,45 Sekunden, während ein größerer Konferenzraum mit rund 294 Kubikmetern eine anzustrebende Nachhallzeit von 0,62 Sekunden hat.
Warum reichen bereits 15 bis 25 Prozent Wandflächenabdeckung für bessere Akustik aus?
Diese vergleichsweise geringe Abdeckung reicht aus, weil moderne Akustikpaneele sehr hohe Absorptionswerte erreichen – bis zu 90 Prozent der auftreffenden Schallenergie werden absorbiert. Im Gegensatz dazu nimmt eine Betondecke nur 1 bis 2 Prozent des auftreffenden Schalls auf. Bereits 15 bis 25 Prozent der Wandfläche als Absorptionsfläche genügen daher, um die Nachhallzeit wirksam zu reduzieren und die Sprachverständlichkeit deutlich zu verbessern.
Ab welcher Nachhallzeit wird die Sprachverständlichkeit in Meetings erheblich beeinträchtigt?
Die Sprachverständlichkeit wird erheblich beeinträchtigt, wenn die Nachhallzeit über 0,8 Sekunden liegt. Unbehandelte Besprechungsräume weisen oft Nachhallzeiten von 1,5 bis 2,5 Sekunden auf, was deutlich über diesem kritischen Wert liegt. Das akustische Ideal für Besprechungsräume liegt dagegen in einer Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden.
Kann man einen Konferenzraum auch akustisch überdämpfen?
Ja, eine akustische Überdämpfung ist möglich. Wenn mehr als 50 Prozent der Raumflächen mit Absorbern bedeckt sind, wirkt der Konferenzraum akustisch tot. Daher sollten Sie darauf achten, die Absorptionsfläche im empfohlenen Bereich von 15 bis 25 Prozent der Wandfläche zu halten.
Wie lange dauert es typischerweise, bis der Schall in unbehandelten Besprechungsräumen abklingt?
Unbehandelte Besprechungsräume weisen oft Nachhallzeiten von 1,5 bis 2,5 Sekunden auf. Das bedeutet, es dauert 1,5 bis 2,5 Sekunden, bis der Schalldruckpegel um 60 Dezibel abgefallen ist. Dies liegt deutlich über dem akustischen Ideal für Besprechungsräume von 0,4 bis 0,6 Sekunden.
Welcher Frequenzbereich ist für die Sprachverständlichkeit in Konferenzräumen entscheidend?
Der entscheidende Frequenzbereich für die Sprachverständlichkeit liegt zwischen 500 Hz und 4 kHz. In diesem Sprachbereich erreichen die verwendeten Naturmaterialien wie Schafwolle, Holzwolle-Verbundplatten oder Kokosfaser-Paneele Absorptionswerte von über 85 Prozent.
