DIN 18041 | So setzen Sie die Norm richtig um

Akustikwerke Akustikbild zur Verbesserung der Raumakustik – dekorativer Schallabsorber für Wohnraum und Büro
Björn Federspiel - Diplom Ing. (FH)
Akustikwerke GmbH
DIN 18041 | So setzen Sie die Norm richtig um

Sie planen einen Raum akustisch oder optimieren einen bestehenden. Dabei stoßen Sie auf die Anforderung DIN 18041. Die DIN 18041 ist die zentrale technische Regel für die Hörsamkeit in Räumen. Sie definiert präzise Anforderungen an die Raumakustik in Deutschland. Diese Norm gibt verbindlich vor, wie Räume beschaffen sein müssen, damit Sprache verständlich bleibt und Kommunikation funktioniert. Für Architekten, Planer und Betreiber ist sie oft eine verbindliche Planungsgrundlage bei öffentlichen Bauten und gewerblichen Projekten. Die Norm unterscheidet systematisch zwischen verschiedenen Raumtypen, legt wissenschaftlich fundierte Grenzwerte für die Nachhallzeit fest und fordert eine nachvollziehbare, raumspezifische Berechnung. Dieser Beitrag erklärt systematisch, was die DIN 18041 regelt, für welche Räume sie gilt und warum eine professionelle Herangehensweise unverzichtbar ist. Sie erhalten die Orientierung, die Sie benötigen, um die Norm richtig zu interpretieren und in Ihrem Projekt normgerecht umzusetzen. Weitere technische Grundlagen finden Sie in unserem Bereich Grundlagen der Raumakustik.

Was Sie bei der Planung nach DIN 18041 beachten müssen

  • Ordnen Sie Ihren Raum korrekt der Raumgruppe A (Kommunikation über große Distanzen wie Hörsäle, Konferenzräume) oder B (Kommunikation über kurze Distanzen wie Büros, Restaurants) zu. Diese Zuordnung bestimmt alle weiteren akustischen Anforderungen und Grenzwerte.
  • Berechnen Sie die Nachhallzeit Ihres Raums systematisch auf Basis der tatsächlichen Raumgeometrie, des Raumvolumens und der vorhandenen Materialien. Schätzungen und pauschale Standardlösungen erfüllen die Anforderungen der DIN 18041 nicht.
  • Berücksichtigen Sie die Raumgröße bereits in der frühen Planungsphase. Spätere akustische Korrekturen sind deutlich aufwendiger, kostspieliger und oft nur eingeschränkt möglich.
  • Verstehen Sie die Nachhallzeit als zentrale Messgröße der Raumakustik: Sie bestimmt, wie schnell Schall abklingt und damit direkt, wie verständlich Sprache in Ihrem Raum bleibt.
  • Nutzen Sie professionelle Beratung für die normgerechte Planung. Die DIN 18041 fordert nachvollziehbare Berechnungen und raumspezifische Maßnahmen, die fundiertes akustisches Fachwissen erfordern.

Was regelt die DIN 18041 konkret?

Die DIN 18041 trägt den vollständigen Titel „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“ und definiert akustische Qualitätsstandards für Innenräume. Im Kern regelt die Norm, wie lange Schall in einem Raum nachhallt und welche Nachhallzeiten für verschiedene Nutzungen zulässig sind. Die DIN 18041 legt fest, wie diese Werte zu berechnen sind und welche raumakustischen Maßnahmen erforderlich werden, um die Anforderungen zu erfüllen. Sie berücksichtigt dabei systematisch die Raumgröße, die spezifische Nutzungsart und die Anforderungen an die Sprachverständlichkeit. Darüber hinaus enthält die Norm konkrete Vorgaben zur Vermeidung von Echos, zur gleichmäßigen Verteilung absorbierender Flächen und zur Minimierung von störenden Reflexionen. Für Sie als Planer oder Betreiber bedeutet das: Die DIN 18041 gibt einen klaren, verbindlichen Rahmen vor, innerhalb dessen Sie arbeiten müssen. Sie können sich nicht auf Erfahrungswerte oder pauschale Standardlösungen verlassen. Die Norm fordert eine nachvollziehbare, raumspezifische Planung mit dokumentierten Berechnungen. Nur so stellen Sie sicher, dass Ihr Raum die akustischen Anforderungen erfüllt und für seine vorgesehene Nutzung geeignet ist. Einen allgemeinen Überblick über die Raumakustik finden Sie hier.

Die zwei Raumgruppen nach DIN 18041: Gruppe A und Gruppe B

Die DIN 18041 unterscheidet grundlegend zwischen zwei Raumgruppen, die sich durch die Art der Kommunikation und die typischen Entfernungen zwischen Sprechenden und Zuhörenden unterscheiden. Diese Einteilung ist entscheidend, denn sie bestimmt, welche Nachhallzeiten zulässig sind und wie die akustische Planung erfolgen muss. Gruppe A umfasst Räume, in denen Kommunikation über größere Distanzen stattfindet: Hörsäle, Konferenzräume, Veranstaltungssäle oder Theatersäle. Gruppe B hingegen betrifft Räume, in denen Menschen über kurze Distanzen kommunizieren, wie Büros, Restaurants, Arztpraxen oder Wartezimmer. Die Zuordnung Ihres Raums zu einer dieser Gruppen ist der erste Schritt jeder normgerechten Planung nach DIN 18041. Sie können nicht frei wählen. Die vorgesehene Nutzung bestimmt eindeutig die Gruppe. Und mit der Gruppe sind auch die spezifischen akustischen Anforderungen festgelegt. Verstehen Sie diese grundlegende Unterscheidung, verstehen Sie die Logik der gesamten DIN 18041 und können Ihr Projekt richtig einordnen.

Gruppe A: Räume für Kommunikation über größere Distanzen

Räume der Gruppe A sind dadurch gekennzeichnet, dass eine Person zu vielen spricht oder dass die Entfernung zwischen Sprecher und Zuhörer groß ist. Typische Beispiele sind Unterrichtsräume, Hörsäle, Vortragssäle, Theatersäle, Konferenzräume oder Veranstaltungssäle. In diesen Räumen muss jedes gesprochene Wort auch in der letzten Reihe verständlich ankommen. Deshalb fordert die DIN 18041 für Gruppe A kürzere Nachhallzeiten als für Gruppe B. Der physikalische Grund: Je länger der Schall nachhallt, desto mehr überlagern sich aufeinanderfolgende Silben und Wörter. Die Sprachverständlichkeit sinkt messbar. Für Sie bedeutet das konkret: Wenn Sie einen Raum der Gruppe A planen, müssen Sie mit höheren Anforderungen an die Schallabsorption rechnen. Die Decken, Wände oder speziellen Akustikelemente müssen mehr Schallenergie aufnehmen, um die geforderten Werte zu erreichen. Eine Unterschätzung dieser Anforderungen führt zu mangelhafter Verständlichkeit und Unzufriedenheit bei den Nutzern. Ein nachträglicher Mangel, der nur mit erheblichem Aufwand zu beheben ist. Für Konferenz- und Besprechungsräume finden Sie ergänzende Informationen unter Büros und Konferenzräume.

Konferenzraum mit Akustiksäulen

Gruppe B: Räume für Kommunikation über kurze Distanzen

Räume der Gruppe B sind für Kommunikation zwischen Menschen gedacht, die sich in geringer Entfernung zueinander befinden. Hierzu zählen Büros, Restaurants, Kantinen, Arztpraxen, Wartezimmer, Hotelfoyers oder Empfangsbereiche. In diesen Räumen findet Kommunikation nicht zentral statt, sondern verteilt: an verschiedenen Tischen, Arbeitsplätzen oder Behandlungsplätzen gleichzeitig. Die akustische Herausforderung ist hier eine andere. Es geht nicht primär um die Verständlichkeit über große Distanzen, sondern um die Begrenzung der gegenseitigen Störung zwischen verschiedenen Gesprächsgruppen. Wenn in einem Großraumbüro oder Restaurant der Schall zu lange nachhallt, addieren sich alle Gespräche zu einem diffusen Lärmpegel, der konzentriertes Arbeiten oder entspanntes Essen unmöglich macht. Die DIN 18041 erlaubt für Gruppe B etwas längere Nachhallzeiten als für Gruppe A, fordert aber dennoch klare, wissenschaftlich begründete Grenzwerte. Für Sie als Planer oder Betreiber bedeutet das: Auch wenn die Anforderungen weniger streng erscheinen, ist eine gezielte akustische Gestaltung unverzichtbar. Ohne sie wird Ihr Raum als laut und unangenehm empfunden, mit direkten Folgen für Wohlbefinden, Produktivität oder Gästezufriedenheit.

Nachhallzeit als zentraler Planungsparameter

Die Nachhallzeit ist die zentrale Messgröße der DIN 18041 und bestimmt die akustische Qualität eines Raums. Sie gibt an, wie lange es dauert, bis ein Schallereignis um einen bestimmten Pegel abgeklungen ist. Technisch präzise ausgedrückt: die Zeit, in der der Schalldruckpegel um 60 Dezibel abnimmt. Je kürzer die Nachhallzeit, desto schneller verstummt der Schall und desto klarer bleibt die Sprache für den Zuhörer. Die DIN 18041 definiert für jede Raumgröße und jede Nutzungsart einen Soll-Bereich für die Nachhallzeit. Dieser Bereich ist nicht willkürlich gewählt, sondern ergibt sich aus wissenschaftlichen Erkenntnissen zur Sprachverständlichkeit und zum Hörkomfort. Für Sie bedeutet das konkret: Sie müssen die Nachhallzeit Ihres Raums berechnen, und zwar vor der Umsetzung von Maßnahmen. Die Berechnung berücksichtigt das Raumvolumen, die vorhandenen Oberflächen und deren spezifische Absorptionseigenschaften. Nur wenn Sie wissen, wie Ihr Raum akustisch reagiert, können Sie gezielt und wirtschaftlich planen. Eine Messung nach der Fertigstellung zeigt dann, ob die Anforderungen tatsächlich erfüllt sind. Ohne diese systematische Herangehensweise bleiben Sie im Ungefähren und riskieren, dass Ihr Raum die Norm verfehlt und nachgebessert werden muss. Eine professionelle Akustikmessung und Berechnung liefert hierfür belastbare Messdaten und eine fundierte Planungsgrundlage.

Für welche Räume gilt die Norm in der Praxis?

Die DIN 18041 gilt für alle Räume, in denen Sprachkommunikation eine zentrale Rolle spielt. Das betrifft weit mehr Bereiche, als viele zunächst annehmen. Neben den offensichtlichen Anwendungsfällen wie Schulen, Universitäten, Konferenzräumen oder Veranstaltungssälen umfasst die Norm auch gewerbliche und medizinische Räume. Für Sie als Planer oder Betreiber ist entscheidend: Sobald Menschen in einem Raum miteinander sprechen müssen, sei es als Hauptzweck oder als Begleitfunktion, ist die akustische Qualität relevant. Und sobald die akustische Qualität relevant ist, wird die DIN 18041 zum Maßstab für die Planung. In der Praxis betrifft das insbesondere drei große Bereiche: Gastronomie, Büros und Gesundheitseinrichtungen. In diesen Bereichen ist die Norm nicht nur technisch sinnvoll, sondern wird zunehmend auch von Bauherren, Architekten und Nutzern aktiv eingefordert als Qualitätsmerkmal und Planungsgrundlage.

Gastronomie: Restaurants, Kantinen und Speiseräume

In Restaurants, Kantinen und Speiseräumen ist gute Akustik ein entscheidender Wohlfühlfaktor für Gäste. Gäste möchten sich unterhalten können, ohne die Stimme heben zu müssen, und sie möchten nicht durch Gespräche an Nachbartischen gestört werden. Dennoch gehören gastronomische Räume zu den akustisch anspruchsvollsten Umgebungen: Harte Oberflächen wie Fliesen, Glas und Holz dominieren aus hygienischen und gestalterischen Gründen, viele Schallquellen sind gleichzeitig aktiv, und die Raumgeometrie ist oft komplex. Die DIN 18041 ordnet Restaurants und Kantinen der Gruppe B zu und definiert entsprechende Nachhallzeiten für diese Nutzung. Für Sie als Gastronomiebetreiber oder Planer bedeutet das konkret: Sie müssen die Akustik von Anfang an mitdenken und in die Planung integrieren. Nachträgliche Korrekturen sind oft aufwendig, teuer und gestalterisch einschränkend. Wenn Sie die Raumgröße bereits in der Planungsphase berücksichtigen, schaffen Sie einen Raum, in dem sich Gäste gerne aufhalten und wiederkommen. Ignorieren Sie die Akustik, riskieren Sie negative Bewertungen und Umsatzeinbußen. Laute Restaurants werden nachweislich gemieden und schlechter bewertet. Mehr zu diesem Anwendungsbereich finden Sie unter Raumakustik in der Gastronomie.

Akustiklösung von Akustikwerke zur optimalen Schallabsorption und Raumakustik in verschiedenen Anwendungen

Büros: Einzel-, Gruppen- und Großraumbüros

Büroräume sind klassische Anwendungsfälle der DIN 18041, Gruppe B. Ob Einzelbüro, Gruppenbüro oder Großraumbüro: Überall findet Kommunikation statt, und überall muss sie funktionieren, ohne andere zu stören. In Einzelbüros geht es vor allem um Telefonate und Videokonferenzen, die klar und verständlich sein müssen. In Gruppenbüros und Großraumbüros kommt die Herausforderung hinzu, dass mehrere Gespräche gleichzeitig stattfinden und sich gegenseitig nicht überlagern dürfen. Die DIN 18041 fordert hier eine präzise Balance: Die Nachhallzeit muss kurz genug sein, damit Schall nicht durch den ganzen Raum getragen wird, aber lang genug, dass Sprache am eigenen Arbeitsplatz natürlich klingt. Für Sie als Facility Manager oder Planer bedeutet das: Standardlösungen wie eine abgehängte Decke reichen oft nicht aus, um die Norm zu erfüllen. Sie müssen die Raumgröße, die Anzahl der Arbeitsplätze und die Nutzungsintensität berücksichtigen. Nur dann schaffen Sie ein Büro, in dem konzentriertes Arbeiten möglich ist und Mitarbeiter produktiv bleiben, ein messbarer Faktor für Unternehmenserfolg.

Praxen und Gesundheitseinrichtungen

In Arztpraxen, Therapieräumen und Gesundheitseinrichtungen ist Sprachverständlichkeit besonders kritisch für die Patientensicherheit. Patienten müssen Diagnosen und Anweisungen klar verstehen, und vertrauliche Gespräche dürfen nicht in Wartezimmer oder Nachbarräume dringen. Die DIN 18041 gilt hier für Behandlungsräume, Wartezimmer und Empfangsbereiche gleichermaßen. Besonders in Wartezimmern, wo mehrere Personen gleichzeitig anwesend sind, entsteht schnell ein unangenehmer Geräuschpegel, wenn die Akustik nicht stimmt. Für Sie als Praxisinhaber oder Planer bedeutet das: Akustik ist Qualitätsmerkmal und Datenschutzaspekt. Patienten fühlen sich in akustisch gut gestalteten Räumen besser aufgehoben und haben mehr Vertrauen in die Einrichtung. Gleichzeitig erfüllen Sie mit einer normgerechten Planung nach DIN 18041 auch Anforderungen an die Privatsphäre und den Schutz sensibler Gesundheitsdaten. Die Norm gibt Ihnen dafür die notwendigen Planungsgrundlagen und Grenzwerte an die Hand.

Akustikwerke Akustikbild zur Verbesserung der Raumakustik – dekorativer Schallabsorber für Wohnraum und Büro

Warum Schätzungen und Standardlösungen nicht ausreichen

Viele Planer und Betreiber neigen dazu, Akustik nach Erfahrungswerten oder mit Standardprodukten zu lösen. Eine abgehängte Akustikdecke hier, ein paar Wandabsorber dort, und die Hoffnung, dass es schon passen wird. Doch die DIN 18041 lässt sich nicht mit Schätzungen erfüllen. Die Norm fordert eine nachvollziehbare Berechnung der Nachhallzeit auf Basis der tatsächlichen Raumgeometrie und der verwendeten Materialien. Jeder Raum ist individuell: unterschiedliche Volumina, unterschiedliche Oberflächen, unterschiedliche Nutzungen. Was in einem Raum funktioniert, kann im nächsten völlig unzureichend sein. Standardlösungen berücksichtigen diese Individualität nicht. Sie arbeiten mit Durchschnittswerten und pauschalen Annahmen und verfehlen damit oft die tatsächlichen Anforderungen. Für Sie bedeutet das konkret: Wenn Sie die DIN 18041 einhalten müssen oder wollen, kommen Sie um eine professionelle, raumspezifische Planung nicht herum. Sie benötigen eine Berechnung, die Ihren spezifischen Raum abbildet, und Maßnahmen, die gezielt auf die ermittelten Defizite abgestimmt sind. Alles andere ist Glückssache, und Glückssache ist keine Planungsgrundlage für professionelle Bauprojekte.

Professionelle Planung nach DIN 18041: So gehen Sie vor

Eine normgerechte Planung nach DIN 18041 folgt einem klaren, strukturierten Ablauf. Zunächst wird Ihr Raum erfasst: Geometrie, Volumen, vorhandene Oberflächen und deren akustische Eigenschaften. Anschließend erfolgt die Zuordnung zur Raumgruppe und die Ermittlung der Soll-Nachhallzeit gemäß Norm. Auf dieser Basis wird die Ist-Nachhallzeit berechnet, also der Zustand, den Ihr Raum ohne zusätzliche Maßnahmen hätte. Der Vergleich zwischen Soll und Ist zeigt, ob und in welchem Umfang akustische Maßnahmen erforderlich sind. Diese Maßnahmen werden dann gezielt geplant: Welche Flächen müssen absorbierend gestaltet werden? Welche Materialien sind geeignet? Wie müssen die Elemente verteilt werden, um eine gleichmäßige Wirkung zu erzielen? Nach der Umsetzung erfolgt eine Messung, die bestätigt, dass die Anforderungen erfüllt sind. Für Sie als Bauherr oder Planer bedeutet das: Sie benötigen einen Partner, der diesen Prozess beherrscht, von der Berechnung über die Konzeption bis zur Umsetzung. Akustikwerke verbindet als Ingenieurbüro und Manufaktur genau diese Kompetenzen: fundiertes technisches Wissen, handwerkliche Umsetzung und die Erfahrung aus zahlreichen Projekten. Beispiele bereits umgesetzter Lösungen finden Sie in unseren Referenzprojekten. Nutzen Sie eine kostenlose Erstberatung, um Ihr Projekt zu besprechen und den richtigen Weg zur normgerechten Raumakustik nach DIN 18041 zu finden.

Häufig gestellte Fragen

Was regelt die DIN 18041 genau?

Die DIN 18041 trägt den vollständigen Titel „Hörsamkeit in Räumen – Anforderungen, Empfehlungen und Hinweise für die Planung“. Sie definiert akustische Qualitätsstandards für Innenräume und regelt präzise, wie lange Schall in einem Raum nachhallt und welche Nachhallzeiten für verschiedene Nutzungen zulässig sind. Darüber hinaus legt sie fest, wie diese Werte zu berechnen sind, und enthält konkrete Vorgaben zur Vermeidung von Echos, zur gleichmäßigen Verteilung absorbierender Flächen und zur Minimierung von störenden Reflexionen.

Welche Raumtypen fallen unter die DIN 18041?

Die DIN 18041 gilt für alle Räume, in denen Sprachkommunikation eine zentrale Rolle spielt. Sie unterscheidet systematisch zwischen verschiedenen Raumtypen und umfasst auch gewerbliche und medizinische Räume. Konkret betrifft das drei große Bereiche: Gastronomie (Restaurants, Kantinen, Speiseräume), Büros (Einzel-, Gruppen- und Großraumbüros) sowie Gesundheitseinrichtungen (Behandlungsräume, Wartezimmer und Empfangsbereiche). Weitere Beispiele sind Unterrichtsräume, Hörsäle, Vortragssäle, Theatersäle, Konferenzräume, Veranstaltungssäle und Hotelfoyers.

Was ist der Unterschied zwischen Raumgruppe A und Raumgruppe B nach DIN 18041?

Die DIN 18041 unterscheidet grundlegend zwischen zwei Raumgruppen: Raumgruppe A umfasst Räume für Kommunikation über größere Distanzen, wie Unterrichtsräume, Hörsäle, Vortragssäle, Theatersäle, Konferenzräume oder Veranstaltungssäle. Raumgruppe B umfasst Räume für Kommunikation über kurze Distanzen, wie Büros, Restaurants, Kantinen, Arztpraxen, Wartezimmer, Hotelfoyers oder Empfangsbereiche. Der wesentliche Unterschied liegt in den Anforderungen an die Nachhallzeit: Für Gruppe A fordert die Norm kürzere Nachhallzeiten als für Gruppe B.

Wie wird die Nachhallzeit nach DIN 18041 definiert?

Die Nachhallzeit ist die zentrale Messgröße der DIN 18041. Sie gibt an, wie lange es dauert, bis ein Schallereignis um einen bestimmten Pegel abgeklungen ist. Technisch präzise ausgedrückt: Es ist die Zeit, in der der Schalldruckpegel um 60 Dezibel abnimmt. Die DIN 18041 definiert für jede Raumgröße und jede Nutzungsart einen Soll-Bereich für die Nachhallzeit.

Gilt die DIN 18041 auch für Restaurants und Kantinen?

Ja, die DIN 18041 gilt für Restaurants und Kantinen. Sie ordnet diese Räume der Raumgruppe B zu, da hier Kommunikation über kurze Distanzen stattfindet. Die Norm umfasst ausdrücklich auch gewerbliche Räume, wobei die Gastronomie einen der drei großen Anwendungsbereiche darstellt.

Warum reichen Schätzungen bei der Planung nach DIN 18041 nicht aus?

Die DIN 18041 fordert eine nachvollziehbare Berechnung der Nachhallzeit auf Basis der tatsächlichen Raumgeometrie und der verwendeten Materialien. Schätzungen und Standardlösungen genügen diesen Anforderungen nicht, da die Norm präzise, wissenschaftlich fundierte Grenzwerte festlegt, die nur durch systematische Berechnungen unter Berücksichtigung des tatsächlichen Raumvolumens, der Geometrie und der vorhandenen Materialien ermittelt werden können.

Welche Schritte sind bei einer professionellen Planung nach DIN 18041 erforderlich?

Eine professionelle Planung nach DIN 18041 erfolgt in mehreren Schritten: Zunächst wird Ihr Raum erfasst – Geometrie, Volumen, vorhandene Oberflächen und deren akustische Eigenschaften. Anschließend erfolgt die Zuordnung zur Raumgruppe und die Ermittlung der Soll-Nachhallzeit gemäß Norm. Auf dieser Basis wird die Ist-Nachhallzeit berechnet. Nach der Umsetzung erfolgt eine Messung, die bestätigt, dass die Anforderungen erfüllt sind.

Müssen Büroräume die Anforderungen der DIN 18041 erfüllen?

Ja, Büroräume sind klassische Anwendungsfälle der DIN 18041, Raumgruppe B. Die Norm gilt für alle Räume, in denen Sprachkommunikation eine zentrale Rolle spielt, und Büros – ob Einzel-, Gruppen- oder Großraumbüros – gehören zu den drei großen Bereichen, die die DIN 18041 in der Praxis betrifft.

Wie unterscheiden sich die Nachhallzeit-Anforderungen zwischen Raumgruppe A und B?

Die DIN 18041 fordert für Raumgruppe A kürzere Nachhallzeiten als für Raumgruppe B. Raumgruppe A umfasst Räume für Kommunikation über größere Distanzen, während Raumgruppe B Räume für Kommunikation über kurze Distanzen umfasst. Die Norm erlaubt für Gruppe B etwas längere Nachhallzeiten als für Gruppe A.

Gilt die DIN 18041 auch für Arztpraxen und Wartezimmer?

Ja, die DIN 18041 gilt für Arztpraxen und Wartezimmer. Praxen und Gesundheitseinrichtungen sind einer der drei großen Anwendungsbereiche der Norm. Sie gilt hier für Behandlungsräume, Wartezimmer und Empfangsbereiche gleichermaßen. Diese Räume werden der Raumgruppe B zugeordnet.

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Uns liegt der persönliche Kontakt zu Ihnen, sowie eine gute Beratung und Planung sehr am Herzen. Wir verstehen uns als Partner, der Ihnen von Beginn an bis hin zur Umsetzung betreuend zur Seite steht.

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Unsere Akustiklösungen basieren nicht auf Schätzungen, sondern auf fundierten Berechnungen nach DIN-Normen wie z.B. der DIN 18041 und den Vorgaben des Arbeitsschutzes.

Damit garantieren wir Ihnen Sicherheit im Projekt und Akustiklösungen, die funktionieren.

Björn Federspiel Geschäftsführer