Wenn im Konferenzraum die Worte des Sprechers im Nachhall verschwimmen oder im Musikstudio der Klang einfach nicht richtig sitzt, kann die passende Schallabsorbierung Abhilfe schaffen. Um die richtige Lösung für jede Situation zu finden, lohnt es sich, über Schallabsorberklassen Bescheid zu wissen. Dieser Artikel klärt auf, was eine Absorberklasse bedeutet und wie sie sich auf die Akustik eines Raumes auswirkt. Und für diejenigen, die das Optimum suchen: Akustikwerke bietet Akustikbilder mit dem höchsten Schallabsorptionsgrad an. Einen grundlegenden Überblick über die Zusammenhänge finden Sie auch in unserem Bereich Raumakustik.
Was sind Schallabsorberklassen?
Schallabsorberklassen sind ein standardisiertes Mittel zur Kategorisierung von Akustikelementen, basierend auf ihrem Schallabsorptionsgrad. Dieser Grad wird durch den Absorptionskoeffizient α (Alpha) dargestellt, der den Anteil des absorbierten Schalls im Verhältnis zum gesamten einfallenden Schall angibt. Ein Wert von α = 0 bedeutet, dass keine Absorption stattfindet und der gesamte Schall reflektiert wird. Ein Wert von α = 1 hingegen bedeutet, dass der gesamte Schall absorbiert wird. Die Eignung einer Schallabsorberklasse ist stark kontextabhängig. Die Materialien der verschiedenen Absorberklassen ergänzen die bereits vorhandene Schallabsorption in einem Raum in frequenzabhängiger Weise. Das bedeutet, dass unterschiedliche Materialien bei verschiedenen Frequenzen unterschiedlich effektiv sein können. Eine ausgewogene Raumakustik erfordert auch die Reflexion von Schallwellen. Daher gibt es schallreflektierende Akustikplatten, die als „nicht klassifiziert“ gelten. Diese können in Kombination mit absorbierenden Materialien für ein ausgewogenes akustisches Umfeld sorgen.
Welche Absorberklassen gibt es?
Die Klassifizierung der Schallabsorber erfolgt nach der DIN EN 11654, einer europäischen Norm. Sie teilt die Materialien in fünf Hauptklassen (A bis E), basierend auf ihrem bewerteten Schallabsorptionsgrad (αw), ein.
- Klasse A: Sehr hohe Absorption (αw zwischen 0,90 und 1,00)
- Klasse B: Hohe Absorption (αw zwischen 0,80 und 0,85)
- Klasse C: Mittlere Absorption (αw zwischen 0,60 und 0,75)
- Klasse D: Geringe Absorption (αw zwischen 0,30 und 0,55)
- Klasse E: Sehr geringe Absorption (αw zwischen 0,15 und 0,25)
In einem Konferenzraum, in dem klare Kommunikation das Wichtigste ist, könnte ein Material der Klasse A oder B ideal sein. In einem Musikstudio hingegen könnte eine Mischung aus verschiedenen Klassen erforderlich sein, um eine ausgewogene Akustik zu erzielen. Spezifische Lösungen für Arbeits- und Besprechungsbereiche finden Sie unter Büros und Konferenzräume.
Frequenzabhängiges Absorptionsverhalten verstehen
Die Klassifizierung nach DIN EN 11654 gibt Ihnen einen ersten Orientierungswert. Die akustische Wirklichkeit ist differenzierter. Schallabsorber arbeiten frequenzabhängig: Ein Material absorbiert bei verschiedenen Tonhöhen unterschiedlich stark. Tiefe Frequenzen im Bassbereich unter 250 Hz benötigen dickere, poröse Materialien oder spezielle Resonanzabsorber. Mittlere und hohe Frequenzen ab 500 Hz aufwärts werden bereits von dünneren Absorbern wirksam gedämpft.
Der bewertete Schallabsorptionsgrad αw fasst dieses frequenzabhängige Verhalten in einem Einzahlwert zusammen, bildet aber die tatsächliche Leistung über das gesamte Spektrum nicht vollständig ab. Für eine fundierte Planung betrachten Sie die Absorptionskurve über alle relevanten Frequenzbänder. Nur so erkennen Sie, ob ein Material gezielt Sprachfrequenzen dämpft oder auch tieffrequente Störgeräusche erfasst.
Diese Kenntnis ist entscheidend, wenn Sie beispielsweise in einem Restaurant sowohl Stimmengewirr als auch Küchengeräusche kontrollieren möchten. In einem Konferenzraum stellen Sie eine ausgewogene Sprachverständlichkeit über alle Tonlagen sicher, indem Sie den Absorptionsgrad verschiedener Schallabsorber Elemente gezielt auf die Raumnutzung abstimmen. Mehr zu den besonderen Anforderungen in Restaurants finden Sie unter Raumakustik in der Gastronomie.

Wie werden sie berechnet?
Die Hallraummethode ist ein standardisiertes Messverfahren für Schallabsorptionsgrade, das in der ISO 354:2003 festgelegt ist. Es dient zur Messung des Schallabsorptionsgrads von Materialien und ist die Grundlage für die Klassifizierung in Schallabsorberklassen nach DIN EN 11654. Das Verfahren beruht auf standardisierten Messungen der Nachhallzeit mit und ohne Prüfmaterial.
Berechnung der Absorptionskoeffizienten
Nach Abschluss der Messungen werden die Absorptionskoeffizienten für verschiedene Frequenzen berechnet. Dies geschieht durch den Vergleich der Messdaten mit und ohne Probe. Der Absorptionskoeffizient wird dann genutzt, um den bewerteten Schallabsorptionsgrad αw zu berechnen. Basierend auf dem berechneten Schallabsorptionsgrad wird das Material einer der Schallabsorberklassen A, B, C, D oder E zugeordnet.
Materialtypen und ihre akustischen Eigenschaften
Die Wahl des Absorbermaterials beeinflusst nicht nur die Schallabsorberklasse, sondern auch Nachhaltigkeit, Raumklima und Gestaltungsmöglichkeiten. Poröse Absorber wie Holzfaserdämmung, Mineralwolle oder Schaumstoff wandeln Schallenergie durch Reibung in den Poren in Wärme um.
Holzfaser bietet den Vorteil eines reinen Naturmaterials: zu 100 % recycelbar, allergikerfreundlich und feuchteregulierend. Mineralwolle erreicht weniger hohe Absorptionsgrade und erfordert zudem eine sorgfältige Verkapselung. Akustikschaumstoffe sind leicht und kostengünstig, können aber bei unsachgemäßer Verarbeitung Schadstoffe ausdünsten und sind brandschutztechnisch kritischer.
Resonanzabsorber wie Plattenresonatoren oder Helmholtz-Resonatoren sind speziell für tiefe Frequenzen konzipiert und ergänzen poröse Schallabsorber dort, wo Bassfrequenzen dominieren. Der Schallabsorptionsgrad verschiedener Materialien variiert erheblich: Während Holzfaser Werte bis αw 0,95 erreicht, liegen Schaumstoffe oft darunter. Akustikwerke setzt auf Holzfaserdämmung in Kombination mit hochwertigen Bezugsstoffen, um maximale Absorption, gesundes Raumklima und individuelle Gestaltung zu verbinden.
Absorberklasse A: Der Goldstandard
Absorber der Klasse A sind die effektivsten und absorbieren zwischen 90 % und 100 % des einfallenden Schalls. Sie eignen sich besonders für Räume, in denen eine hohe Sprachverständlichkeit und geringe Nachhallzeit erforderlich sind. Beispiele sind Konferenzräume, Restaurants und Großraumbüros.
Auf der Arbeit sorgt eine laute Umgebung nicht nur für weniger konzentriertes Arbeiten, sondern kann sich laut Forschung auch gesundheitlich negativ auswirken.
Die Akustikbilder von Akustikwerke haben einen sehr hohen Absorptionsgrad von alpha = 0,96 und gehören damit zur Absorberklasse A. Damit eignen sie sich sehr gut für stark hallende Räume oder Räumlichkeiten, in denen Ruhe, Konzentration oder Entspannung gewünscht sind. Eine Übersicht unserer Wandabsorber finden Sie bei den Akustikbildern.
Die Akustikbilder sind nicht nur hochfunktional, sondern auch ästhetisch sehr ansprechend gestaltet. Akustikbilder von Akustikwerke gibt es mit Kunstdrucken, monochrom oder sogar mit personalisierten Motiven.
Akustische Anforderungen unterschiedlicher Raumtypen
Jeder Raumtyp stellt spezifische Anforderungen an die Raumakustik, die über die reine Schallabsorberklasse hinausgehen. In Konferenzräumen und Besprechungszimmern steht Sprachverständlichkeit im Vordergrund: Eine Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden ist ideal, um Worte klar zu erfassen, ohne dass der Raum zu trocken wirkt.
Großraumbüros und Coworking-Spaces benötigen eine gezielte Dämpfung im mittleren Frequenzbereich, um Stimmengewirr zu reduzieren und konzentriertes Arbeiten zu ermöglichen. Hier sind Schallabsorber der Klasse A oder B an Decken und oberen Wandbereichen besonders wirksam.
In Restaurants und Hotellobbys gilt es, eine angenehme Gesprächsatmosphäre zu schaffen, ohne dass der Raum akustisch tot wirkt: Eine moderate Nachhallzeit von 0,6 bis 0,8 Sekunden bewahrt Lebendigkeit bei gleichzeitiger Verständlichkeit.
Praxen, Kliniken und Therapieräume profitieren von diskreter Akustikoptimierung, die Vertraulichkeit sichert und Stress durch Lärm minimiert. Home-Offices und private Arbeitszimmer benötigen meist weniger Absorptionsfläche als gewerbliche Räume, sollten aber dennoch gezielt mit Schallabsorber Elementen behandelt werden, um Videokonferenzen und konzentriertes Arbeiten zu unterstützen.
Benötigte Absorptionsfläche berechnen
Die Schallabsorberklasse allein sagt Ihnen nicht, wie viel Absorberfläche Sie tatsächlich benötigen. Diese Berechnung basiert auf dem Raumvolumen, der aktuellen Nachhallzeit, der gewünschten Ziel-Nachhallzeit und dem Schallabsorptionsgrad des gewählten Materials.
Als Faustformel gilt: Für einen 20 m² großen Raum mit Standardhöhe (ca. 50 m³ Volumen) benötigen Sie etwa 6 bis 7 m² Absorberfläche der Klasse A, um eine deutlich hörbare Verbesserung zu erzielen. Bei Materialien niedrigerer Klassen steigt die benötigte Fläche entsprechend.
Präziser ermitteln Sie den Bedarf über die Sabine-Formel: Die äquivalente Absorptionsfläche A ergibt sich aus dem Raumvolumen V und der gewünschten Nachhallzeit T nach der Beziehung A = 0,163 × V / T. Die Differenz zwischen vorhandener und benötigter Absorptionsfläche teilen Sie durch den Absorptionsgrad αw des gewählten Materials. So erhalten Sie die erforderliche Produktfläche.
Diese Berechnung liefert jedoch nur einen Näherungswert, da sie von einem diffusen Schallfeld ausgeht und frequenzabhängige Effekte vereinfacht. Für anspruchsvolle Projekte in Gastronomie, Großraumbüros oder Veranstaltungsräumen empfiehlt sich eine professionelle Messung der Ist-Akustik und eine computergestützte Simulation. Der Schallabsorptionsgrad verschiedener Materialien variiert je nach Frequenzbereich erheblich, weshalb eine pauschale Berechnung oft zu ungenau ist. Akustikwerke bietet Ihnen diese Leistungen im Rahmen einer normgerechten Akustikmessung und Berechnung an.
Installation und optimale Positionierung von Schallabsorbern
Die Wirkung eines Schallabsorbers hängt nicht nur von seiner Klasse ab, sondern maßgeblich von der Positionierung im Raum. Schallwellen treffen bevorzugt auf bestimmte Flächen, die sogenannten Reflexionszonen. An Decken entfalten Schallabsorber Elemente die größte Breitbandwirkung, da hier Schall aus allen Richtungen auftrifft.
Wandflächen im oberen Drittel sind besonders wirksam gegen Flatterechos und frühe Reflexionen, die Sprachverständlichkeit beeinträchtigen. Ein Wandabstand von 5 bis 10 cm durch Montage auf Abstandshaltern verstärkt die Absorption im Bassbereich erheblich, da sich hinter dem Absorber ein Luftpolster bildet, das tiefere Frequenzen besser erfasst.
Die Montageart beeinflusst also den effektiven Absorptionsgrad: Dieselbe Platte kann direkt an der Wand montiert einen αw von 0,85 erreichen, mit Abstand jedoch 0,95 und damit in eine höhere Schallabsorberklasse aufsteigen.
Verteilen Sie Absorber gleichmäßig im Raum, statt sie auf einer einzigen Fläche zu konzentrieren: Mehrere kleinere Elemente an verschiedenen Wänden wirken akustisch ausgewogener als eine große Fläche an einer Wand. Vermeiden Sie symmetrische Anordnungen, die stehende Wellen begünstigen können. In Räumen mit hohen Decken sollten Sie auch vertikale Flächen behandeln, da der Schall hier längere Wege zurücklegt. Abgehängte Akustiksegel nutzen große Deckenflächen besonders effizient.
Akustikwerke plant die Positionierung anhand Ihrer Raumgeometrie, Nutzung und gestalterischen Vorgaben, damit Sie maximale akustische Wirkung bei ästhetisch ansprechender Integration erreichen.

Häufige Akustikprobleme gezielt lösen
Unterschiedliche Akustikprobleme erfordern unterschiedliche Lösungsansätze. Flatterechos entstehen zwischen parallelen, harten Flächen und äußern sich als metallisches Nachklingen. Hier helfen bereits wenige Schallabsorber der Klasse A an einer der beiden gegenüberliegenden Flächen.
Übermäßiger Nachhall in großen Räumen erfordert eine flächendeckende Behandlung, bevorzugt an der Decke, um den Schallpegel gleichmäßig zu senken. Stehende Wellen (Raummoden) treten bei tiefen Frequenzen auf und erzeugen dröhnende Bassüberhöhungen an bestimmten Raumpositionen. Sie lassen sich durch dicke, poröse Absorber oder Bassabsorber in den Raumecken dämpfen.
Schlechte Sprachverständlichkeit trotz moderater Nachhallzeit deutet auf starke frühe Reflexionen hin: Schallabsorber Elemente an den Seitenwänden im Sprecherbereich und an der Rückwand im Zuhörerbereich schaffen Abhilfe.
Der Lombard-Effekt, das unbewusste Anheben der Stimme in lauter Umgebung, verstärkt sich in hallenden Räumen selbst: Durch Senkung der Nachhallzeit mittels Materialien mit hohem Absorptionsgrad durchbrechen Sie diesen Teufelskreis.
Ungleichmäßige Akustik, bei der manche Raumbereiche hallig, andere dumpf klingen, erfordert eine zonenweise Behandlung mit unterschiedlichen Absorbertypen. In jedem Fall gilt: Eine genaue Analyse des Problems führt zu einer gezielteren und oft kostengünstigeren Lösung als eine pauschale Vollausstattung. Die Wahl der richtigen Schallabsorberklasse hängt dabei vom spezifischen Problem ab.
Absorberklassen und NRC-Werte im Vergleich
Neben der europäischen Klassifizierung nach DIN EN 11654 begegnet Ihnen im internationalen Kontext häufig der NRC-Wert (Noise Reduction Coefficient). Dieser nordamerikanische Standard fasst die Absorptionskoeffizienten bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz zu einem Mittelwert zusammen und gibt ihn in Schritten von 0,05 an.
Ein NRC von 0,80 entspricht dabei ungefähr der Schallabsorberklasse B, ein NRC von 0,95 der Klasse A. Die Systeme sind jedoch nicht direkt vergleichbar: Die DIN-Norm bewertet nach einem Bezugskurvenverfahren und berücksichtigt Formfaktoren, während der NRC ein einfacher arithmetischer Mittelwert ist. Zudem erfasst die europäische Klassifizierung Frequenzen ab 100 Hz, der NRC erst ab 250 Hz. Tieftonabsorption bleibt im NRC also unberücksichtigt.
Für Ihre Planung bedeutet das: Verlassen Sie sich nicht allein auf einen der beiden Werte, sondern prüfen Sie die vollständigen Absorptionskurven über alle Frequenzbänder. Der Schallabsorptionsgrad verschiedener Materialien kann je nach Messmethode unterschiedlich ausfallen. Hersteller, die beide Kennwerte angeben, ermöglichen Ihnen eine umfassendere Beurteilung.
In welchen Fällen ist die höchste Schallabsorberklasse nicht sinnvoll?
Obwohl Absorber der Klasse A die effektivsten in der Schallabsorption sind, sind sie nicht für alle Anwendungen geeignet. In Musikstudios und Konzertsälen ist eine gewisse Menge an Nachhall oft wünschenswert, um die Musikfülle und -tiefe zu erhöhen. Zu viel Absorption kann den Klang steril und leblos machen. Auch andere Räume, wie zum Beispiel Kirchen oder Auditorien, haben spezielle akustische Anforderungen, die eine differenzierte Herangehensweise erfordern.
Von der Theorie zur Praxis: Optimieren Sie jetzt Ihren Raumklang
Jetzt, da Sie die verschiedenen Schallabsorberklassen kennengelernt haben, können Sie sich an die Verbesserung Ihres Raumklangs begeben. Akustikwerke bietet Ihnen eine Palette von stilvollen Akustikbildern, vollflächigen Wandsystemen, Deckensegeln, Trennwänden und Akustiksäulen, die in der höchsten Absorberklasse A angesiedelt sind. Beispiele dafür, wie diese Lösungen in realen Projekten eingesetzt werden, finden Sie in unseren Referenzprojekten.
Was Sie bei der Auswahl von Schallabsorbern beachten sollten
Orientieren Sie sich am bewerteten Schallabsorptionsgrad αw und der Schallabsorberklasse (A bis E nach DIN EN 11654), aber prüfen Sie zusätzlich die frequenzabhängigen Absorptionskurven über alle relevanten Frequenzbänder. Nur so erkennen Sie, ob ein Material gezielt Sprachfrequenzen oder auch tieffrequente Störgeräusche erfasst.
Berechnen Sie die benötigte Absorptionsfläche anhand Ihres Raumvolumens, der aktuellen und gewünschten Nachhallzeit sowie des Absorptionsgrads des gewählten Materials. Als Orientierung benötigen Sie für einen 50 m³ Raum etwa 6 bis 7 m² Absorberfläche der Klasse A für eine deutlich hörbare Verbesserung.
Positionieren Sie Schallabsorber Elemente strategisch an Decken und im oberen Wanddrittel, wo sie die größte Breitbandwirkung entfalten, und montieren Sie sie – falls es der Raum zulässt – mit 5 bis 10 cm Wandabstand auf Abstandshaltern, um die Absorption im Bassbereich erheblich zu verstärken.
Wählen Sie Materialien nach Raumtyp und Nutzung: Setzen Sie in Konferenzräumen auf Schallabsorber der Klasse A oder B für optimale Sprachverständlichkeit mit einer Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden, während Restaurants eine moderate Nachhallzeit von 0,6 bis 0,8 Sekunden benötigen, um Lebendigkeit bei gleichzeitiger Verständlichkeit zu bewahren.
Vermeiden Sie eine Überbehandlung mit Absorbern der höchsten Schallabsorberklasse in Räumen, in denen eine gewisse Lebendigkeit erwünscht ist. Musikstudios, Konzertsäle und repräsentative Räume erfordern eine differenzierte Mischung verschiedener Absorberklassen für ausgewogene Akustik.
Analysieren Sie spezifische Akustikprobleme gezielt: Behandeln Sie Flatterechos mit wenigen Schallabsorbern an einer der gegenüberliegenden Flächen, dröhnende Bassüberhöhungen mit dicken Absorbern in Raumecken und schlechte Sprachverständlichkeit mit Absorbern an Seitenwänden im Sprecherbereich.
Beauftragen Sie für anspruchsvolle Projekte eine professionelle Messung der Ist-Akustik, statt sich auf Faustformeln zu verlassen. Präzise Planung unter Berücksichtigung von Raumgeometrie, Nutzung und gestalterischen Vorgaben sichert maximale akustische Wirkung bei optimaler Wirtschaftlichkeit durch den richtigen Schallabsorptionsgrad.
Häufig gestellte Fragen
Welche Schallabsorberklasse erreichen die Akustikbilder von Akustikwerke?
Die Akustikbilder von Akustikwerke erreichen die höchste Schallabsorberklasse A mit einem sehr hohen Absorptionsgrad von α = 0,96. Damit absorbieren sie 96 % des einfallenden Schalls und gehören zu den effektivsten Absorbern auf dem Markt.
Nach welcher Norm werden Schallabsorberklassen klassifiziert und welche Klassen gibt es?
Die Klassifizierung erfolgt nach der DIN EN 11654 anhand des bewerteten Schallabsorptionsgrads (αw). Es gibt fünf Hauptklassen: Klasse A (sehr hohe Absorption, αw 0,90–1,00), Klasse B (hohe Absorption, αw 0,80–0,85), Klasse C (mittlere Absorption, αw 0,60–0,75), Klasse D (geringe Absorption, αw 0,30–0,55) und Klasse E (sehr geringe Absorption, αw 0,15–0,25).
Was bedeutet der Absorptionskoeffizient αw und welche Werte gelten für Klasse A?
Der Absorptionskoeffizient α (Alpha) gibt an, welcher Anteil des auftreffenden Schalls absorbiert wird. α = 0 bedeutet vollständige Reflexion ohne Absorption, α = 1 bedeutet vollständige Absorption. Der bewertete Schallabsorptionsgrad αw für Klasse A liegt zwischen 0,90 und 1,00, was einer Absorption von 90 % bis 100 % des einfallenden Schalls entspricht.
Wie viel Absorptionsfläche benötigen Sie für einen 50 m³ großen Konferenzraum?
Für einen 50 m³ großen Raum benötigen Sie etwa 6 bis 7 m² Absorberfläche der Klasse A. Die exakte äquivalente Absorptionsfläche A berechnen Sie nach der Formel A = 0,163 × V / T, wobei V das Raumvolumen und T die gewünschte Nachhallzeit ist. Akustikwerke bietet Ihnen diese Berechnungen als Teil der Projektplanung an.
Welchen Einfluss hat der Wandabstand auf die Absorptionsleistung?
Der Wandabstand hat einen erheblichen Einfluss auf die Absorptionsleistung. Ein Wandabstand von 5 bis 10 cm durch Montage auf Abstandshaltern verbessert die Absorption deutlich: Dieselbe Platte kann direkt an der Wand montiert einen αw von 0,85 erreichen, mit Abstand jedoch 0,95. Für optimale Ergebnisse empfiehlt sich daher die Montage mit entsprechendem Abstand.
Welche Nachhallzeit ist für Konferenzräume optimal?
Für Konferenzräume und Besprechungszimmer ist eine Nachhallzeit von 0,4 bis 0,6 Sekunden optimal. In diesem Bereich steht die Sprachverständlichkeit im Vordergrund. Um diese Werte zu erreichen, setzen Sie auf Schallabsorber der Klasse A.
Aus welchem Material fertigt Akustikwerke seine Akustikelemente und welche Vorteile bietet es?
Akustikwerke setzt auf Holzfaserdämmung als Material für seine Akustikelemente. Holzfaser bietet den Vorteil eines reinen Naturmaterials, das zu 100 % recycelbar ist. Dabei erreicht Holzfaser Absorptionswerte bis αw 0,95 und verbindet somit ökologische Nachhaltigkeit mit hoher akustischer Leistungsfähigkeit.
Wie unterscheiden sich die europäische DIN EN 11654 und der nordamerikanische NRC-Wert?
Die europäische DIN EN 11654 erfasst Frequenzen ab 100 Hz, während der NRC-Wert (Noise Reduction Coefficient) erst ab 250 Hz misst. Der NRC fasst die Absorptionskoeffizienten bei 250, 500, 1000 und 2000 Hz zu einem Mittelwert zusammen und gibt ihn in Schritten von 0,05 an. Ein NRC von 0,80 entspricht ungefähr der Schallabsorberklasse B, ein NRC von 0,95 der Klasse A. Akustikwerke dokumentiert den Absorptionsgrad seiner Produkte nach beiden Standards.
Welche Gestaltungsmöglichkeiten bietet Akustikwerke für seine Akustikbilder?
Akustikwerke bietet Akustikbilder mit verschiedenen Gestaltungsmöglichkeiten an: Sie erhalten sie mit Kunstdrucken, monochrom oder sogar mit personalisierten Motiven. Alle Varianten sind in der höchsten Absorberklasse A angesiedelt und verbinden somit maximale akustische Wirksamkeit mit individueller Raumgestaltung.
Welche Dienstleistungen umfasst die Projektplanung bei Akustikwerke?
Akustikwerke bietet im Rahmen der Projektplanung die Berechnung der benötigten Absorptionsfläche an. Die Berechnung basiert auf einer vorangegangenen Vor-Ort-Messung des Ist-Zustandes mit einem Dodekaeder-Lautsprecher und speziell kalibrierten Messmikrofonen. Außerdem umfasst die Planung die Dimensionierung der Elemente an den relevanten Flächen im Raum sowie die genaue Stoffauswahl je nach Kundenwunsch, ob sich die Akustikelemente eher unauffällig im Raum einbetten oder als Design-Elemente dienen dürfen.
